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Bauland in Ganderkesee Baulücke am Ganderkeseer Nordrand wächst zu

Von Reiner Haase | 20.11.2015, 18:28 Uhr

Am Nordrand des Orts Ganderkesee wird eine Wohnbaulücke zum großen Teil geschlossen. Hier können auch Sozialwohnungen und ein Kindergarten errichtet werden.

An der Oldenburger Straße gegenüber dem BBM-Baumarkt sollen bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen in Wohnbauland verwandelt werden. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung hat am Donnerstagabend grünes Licht für die Bauleitplanung signalisiert. Es ist vorgesehen, dass ein Erschließungsträger das Areal baureif macht und vermarktet. „Die Verhandlungen über den Erwerb der Flächen stehen kurz vor dem Abschluss“, berichtet Peter Meyer, der Fachbereichsleiter Gemeindeentwicklung im Rathaus.

5,7 Hektar Bauland

Der Geltungsbereich der Bauleitplanung umfasst die Flächen zwischen der Oldenburger Straße im Norden und dem Bogenweg im Süden, der Siedlung Theodor-Storm-Weg/Klaus-Groth-Weg im Westen und dem Ramsauerweg im Osten. Er ist laut Meyer 14,7 Hektar groß, für Wohngrundstücke stehen tatsächlich nur rund 5,7 Hektar zur Verfügung. 5,5 Hektar sind geschützt, vor allem das Schlatt im Bereich Ramsauerweg/Bogenweg. Die schon bebaute Fläche beziffert Meyer mit 2,3 Hektar. Von Häusern freigehalten werden soll auch ein 1,2 Hektar großer Streifen zwischen dem künftigen Nordrand der Siedlung und der Oldenburger Straße. Sie soll laut Meyer für Grünflächen und das Zurückhalten des Regenwassers reserviert werden.

Möglicher Kita-Standort

Die Baufläche bietet Platz für rund 45 Einzel- und Doppelhäuser. Möglich sei es auch, in einem Teilbereich Mehrfamilienhäuser mit 30 bis 35 Wohnungen zu errichten, so Meyer, einige davon vielleicht als Sozialwohnungen. Möglich ist es auch, in diesem Bereich einen Kindergarten für fünf Gruppen zu bauen. Mehrere Ratsmitglieder betonten, dieser Standort sei besser als eine Kita-Planung auf der Köhlerwiese an der Bergedorfer Straße. Dr. Reinhold Schütte (Grüne) regte an, auch an kleine Wohnungen für junge und ältere Menschen zu denken. Planer Meyer warnte davor, zu viel vorab zu regeln: „Lassen Sie’s uns so entwickeln, wie der Markt es nachfragt.“

Weitere Pläne aufgeschoben

Christel Zießler (SPD) wunderte sich, dass die Fläche zwischen Ramsauerweg und Neubaugebiet westlich der Urneburger Straße frei bleibt. „Pläne für die Lücke östlich des Ramsauerwegs sind aufgeschoben, nicht aufgehoben“, kommentierte Gemeindeplaner Meyer.