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Baustart an der Orthstraße Neues Baugebiet wird in Falkenburg erschlossen

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 14.03.2016, 13:49 Uhr

Seit Montag rollen in Falkenburg die Bagger: Die Erschließung des neuen Baugebietes an der Orthstraße hat begonnen. Zunächst 14 Baugrundstücke mit Größen von knapp 900 bis gut 1000 Quadratmetern entstehen.

„Alle Baugrundstücke sind bereits verkauft“, sagte Oliver Fleddermann von der WTF Grundstücks GmbH & Co. KG (Hude), die das Areal entwickelt. Bei Preisen von 100 bis 105 Euro für den Quadratmeter seien die Bauplätze so rasch vergriffen gewesen, dass Fleddermann den vielen zu kurz gekommenen Bauwilligen nun Hoffnung macht.

Zweiter Bauabschnitt möglich

Eine Erweiterung ist möglich: „Vier weitere Grundstücke am Regenrückhaltebecken können wir noch verwirklichen“, erläuterte Oliver Fleddermann die Aussichten auf einen zweiten Abschnitt des neuen Beaugebietes, um das lange gerungen worden ist. Ab sofort liegt diese Änderung des Bebauungsplanes „Falkenburg – östlich Orthstraße“ im Rathaus öffentlich aus. Die Pläne für die Wohnbebauung reiften schon seit rund fünf Jahren. Allerdings widersprach das zuerst von der Politik favorisierte „Einheimischenmodell“ der europäischen Rechtsprechung, später drohten weitere Verzögerungen aufgrund von Begehrlichkeiten des Landesamts für Denkmalpflege. Zu weiterem Zeitverzug kam es dann doch nicht. Die Grabungsvorhaben wurden kurzfristig abgesagt.

Verkehrsbehinderungen wegen Bauarbeiten

Dafür sind am Montagvormittag schwere Baumaschinen angerückt. „Wir beginnen mit dem Bau der Versorgungsleitungen“, beschrieb Fleddermann die Arbeiten. Darum bleibt die Orthstraße in Falkenburg voraussichtlich bis Freitag, 18. März, in Höhe der Hausnummern 6 bis 8 für den Kraftfahrzeugverkehr voll gesperrt. Die Straßen Am Schützenwall und Am Löschteich sind nur über die ausgeschilderte Umleitung zu erreichen. Die Straße Alter Postweg und der Kindergarten können weiterhin über die Orthstraße angefahren werden.

Starke Nachfrage wegen Niedrigzinspolitik

In Zeiten der Niedrig- und Nullzinspolitik bleibt der Andrang auf Baugrundstücke auch in der Gemeinde Ganderkesee enorm. Auch in Bookholzberg schreitet die Entwicklung des Areals Bargup voran – wenngleich nicht so rasch wie von der Verwaltung gehofft. „Es müssen noch Grundstücksangelegenheiten geregelt werden“, kündigte Gemeindeentwicklungsleiter Peter Meyer an. So sei die Bahn AG im Besitz eines Grundstücks, das für den Bau des Bahn-Lärmschutzwalls gebraucht werde. Bislang gingen die Preisvorstellungen für den Ankauf noch deutlich auseinander, ließ Meyer durchblicken. Ob ein Bebauungsplan für Bargup vom Rat noch in dieser Wahlperiode – als noch vor der Sommerpause – aufgestellt werden kann, sei fraglich. Das große Baugebiet in „Bookholzberg unten“ böte genug Raum für bis zu 80 Einfamilien- und sechs Mehrfamilienhäuser sowie einen Nahversorger, einen Kindergarten und einen Spielplatz. In Ferne steht gegenwärtig das Baugebiet am Brüninger Weg. Einen Erschließungsträger gebe es bereits, doch hier müsse vor allen weiteren Planungen noch eine Anwohnerversammlung anberaumt werden, erläuterte Peter Meyer.