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Baustelle B 212 in Bookholzberg Verkehr zerrt an Nerven von Anwohnern und Autofahrern

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 26.02.2016, 19:32 Uhr

Anwohner protestieren gegen unhaltbare Zustände auf der Straße Übern Berg. Sie wird wegen der Baustelle auf der B 212 als Schleichweg benutzt.

Die Nerven liegen blank bei Anwohnern der Straße Übern Berg, des Friedens- und des Windmühlenwegs und anderer Nebenstraßen östlich der halbseitig gesperrten Stedinger Straße. „Ein halbes Jahr lang geht das nicht gut“, sagt eine Mutter. Sie hat den Blick auf Kinder gerichtet, die in den Windmühlenweg abbiegen wollen, während Autos fast Stoßstange an Stoßstange aus Richtung Kalksandsteinwerk kommen und sich bei Gegenverkehr auf den Fußweg quetschen. „Die Autofahrer sind genervt und rücksichtslos. Rechts vor links beachtet kaum einer“, sagt ein Anwohner. Es sei Alltag, dass sich Auswärtige in den Wohnstraßen verfransen.

Deutlicherer Hinweis auf Umleitung

Ratsmitglieder hörten sich am Freitag die Klagen von 50 Anwohnern bei einem kurzfristig anberaumten Treffen an der Ecke Schäfersweg/Übern Berg an, unter ihnen Rolf Oetken und Marcel Dönike von der SPD, Cindy Klüner, Marco Bardeck und Hillard Bley von der CDU sowie Otto Sackmann von der UWG. Sie berichteten aus dem Rathaus, dass am Montag an der Ecke Nutzhorner Straße/Übern Berg deutlicher ausgeschildert werden soll, dass es zur vorgesehenen Umleitungsstrecke über Schierbrok weiter geradeaus geht und dass die Abkürzung durchs Bookholzberger Wohngebiet für Lastwagen gesperrt ist.

Anwohner fordern Sperrschilder

Die Anwohner wollen mehr: Sperrschilder mit dem Zusatz „Anlieger frei“ zum Beispiel, eine Einbahnstraßenregelung oder das Entfernen der überraschend aufgestellten Halteverbot-Schilder. „Mit unseren Autos am Straßenrand wäre die Situation am schnellsten bereinigt“, ist Anwohner Mario Osterloh überzeugt.