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Behauptung gegen große Märkte Händler aus Ganderkeseer Ortskern bei Gewerbeschau

Von Britta Buntemeyer | 22.04.2015, 20:54 Uhr

Neun Händler wollen auf der Gewerbeschau zeigen, „dass es neben den Supermärkten engagierte Geschäfte gibt“. Es gilt, die Laufkundschaft wieder anzukurbeln.

Unter dem Titel „Schaufenster Ortskern“ präsentieren sich neun Geschäfte aus dem Ganderkeseer Ortskern auf der Gewerbeschau am 25. und 26. April auf dem Flugplatz. Die Kaufleute wollen „den Besuchern zeigen, vielleicht auch daran erinnern, dass es neben den Supermärkten im Ortszentrum leistungsfähige und engagierte Geschäfte und Firmen gibt“, heißt es in einer Mitteilung. Die Jeans Scheune, das Modehaus Eggert, das Reisebüro Am Markt, Calory Coach, das Blumenhaus Tönjes, das Schuhhaus Denker und die Buchhandlung Förster haben sich für die Aktion zusammengeschlossen.

Vor dem Hintergrund der Diskussion um den Ortskern, die Passage zwischen dem neuen Famila-Zentrum und dem Neuen Markt sowie den Aldi-Umzug in das neue Inkoop-Gebäude an der Raiffeisenstraße fürchten die Einzelhändler einen Kundenschwund. Der Kundenstrom habe sich an das nördliche Ende des Ortskerns verlagert, sagt Gustav Förster. „Wir müssen überlegen, wie wir uns gegen die großen Märkte aufstellen, die anfangen, den Ort abzuwürgen“, betont der Buchhändler. Zwar hätten die Einzelhändler nach wie vor ihre Stammkunden, doch neue Kunden, um sich auch für die Zukunft aufzustellen, gewinne man nur aus Laufkundschaft.

„Örtliche, inhabergeführte Betriebe sind es auch, die sich vor Ort engagieren“, so die Initiatoren, „sei es durch Spenden zu unterschiedlichen Anlässen, durch Aktionen wie Frühlingsfest, Herbstmarkt und GanterTach, oder durch Veranstaltungen wie Modenschauen, Verkostungen, Lesungen und, und, und. Wir sind es, die vor Ort Steuern bezahlen und uns im Gemeindeleben engagieren.“ Die Aufenthaltsqualität in Orten und Gemeinden werde nicht nur mit Grünanlagen und Ruhebänken geschaffen, sondern auch durch eine „interessante und ausgewogene Handels- und Geschäftsstruktur“.