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Bekannte Ganderkeseer berichten Das ist aus den Vorsätzen fürs alte Jahr geworden

Von Vincent Buß | 03.01.2019, 18:15 Uhr

Für 2019 haben viele Menschen wieder gute Vorsätze. Doch was ist eigentlich aus den Plänen für 2018 geworden? Bekannte Ganderkeseer verraten es.

Ein Ziel, dessen Einhaltung man messen kann, hat sich der Vorsitzende des Schützenvereins Bookholzberg, Wilfried Samtleben, für das verganene Jahr gesetzt: „Ich hatte mir vorgenommen mein Gewicht zu halten beziehungsweise zu reduzieren.“ Zu Beginn des Jahres 2019 kann er sagen: „Es hat geklappt, ich esse jetzt gesünder.“ Kleine Schwankungen zu Weihnachten seien allerdings normal, fügt er lachend hinzu. Für Samtleben ist vor allem eine Frage des Willens, ob Vorsätze erreicht werden. Auch 2019 richtet der Schützenbruder seine Pläne auf Gesundheit aus und nimmt sich vor, weniger Stress zu haben.

Vorsatz nach fast 40 Jahren erfüllt

Auch Gustav Förster, Inhaber der Ganderkeseer Buchhandlung Förster, konnte 2018 ein langersehntes Ziel erreichen: eine Expeditionsreise nach Spitzbergen. Das hatte er sich schon 1979 vorgenommen. „Damals war ich zum ersten Mal auf der Hurtigruten unterwegs“, erinnert sich der Buchhändler. „Sogar noch auf einem echten Postschiff.“ Außerdem nahm er sich vor, sein Geschäft weiterzuführen. Gleichzeitig auch einer seiner Vorsätze für dieses Jahr. Försters Tipp: „Nur so viel vornehmen, wie ich auch meine, einhalten zu können – und dann konsequent daran arbeiten.“

Der Vorsitzende des Spielmannszug Ganderkesee, Klaus Meyer, richtete seine Vorsätze für 2018 größtenteils auf den Verein aus. „Ich wollte die Mitgliederzahl halten und die deutsch-französische Partnerschaft weiterführen.“ Beides hat ihm zufolge geklappt. So war etwa wieder Besuch aus Frankreich da. Auch eines seiner privaten Ziele sei in Erfüllung gegangen: die Nachbarschaft pflegen. „Gerade im ländlichen Bereich wird viel Wert darauf gelegt.“ Meyer rät ebenfalls dazu, Ziele fürs neue Jahr nicht zu hoch anzusetzen. 2019 möchte er unter anderem seine Enkelkinder aufwachsen sehen und mehr Zeit für Hobbys und Arbeiten an seinem Haus haben.

Hier haperte es noch

Mehr Zeit für sich zu nehmen, wünschte sich der Ganderkeseer Ortsbrandmeister Axel Hollmann bereits für das vergangene Jahr. „Das hat nur einmal geklappt“, berichtet er. Da nahm er sich frei und radelte bis an die Nordspitze Dänemarks. Woran sein Vorsatz gescheitert ist, weiß Hollmann: „Wenn man nicht Nein sagen kann, ist das leider so.“ Man nehme sich zu viel vor und glaube fälschlicherweise, dass diese Sachen schnell zu erledigen seien, ob nun im Beruf oder im Ehrenamt. Deshalb Hollmanns Vorsatz für 2019: „Ich möchte beruflich nicht mehr alles alleine machen.“ Mit Blick auf die Feuerwehr ahnt er aber schon: „Ruhig wird es nicht.“

Ein ähnliches Problem hat die stellvertretende Vorsitzende des VfL Stenum, Marina Münstermann: 2018 mehr Zeit zu haben, habe nicht funktioniert. Im Gegenteil: „Ich habe noch mehr Vereinsarbeit gemacht“, gesteht sie lachend. Das habe sie allerdings gerne getan. Ihren Vorsatz für 2019 schraubt Münstermann in weiser Voraussicht herunter: „Ich will nur nicht noch mehr machen ehrenamtlich.“ Sie müsse lernen, Nein zu sagen, scherzt sie.

Aus Erfahrung gelernt

Die Vorsitzende der Ganderkeseer Landfrauen, Meike Ahlers, nahm sich 2018 schon etwas Ähnliches vor. „Ich wollte mich nicht mehr so treiben lassen“, erinnert sie sich. Das habe sie teilweise auch geschafft. „Ich muss nicht immer sofort losrennen“, lautet ihre Erkenntnis. Stattdessen wäge sie nach Wichtigkeit ab. In diesem Jahr möchte sie ihre Sprachkenntnisse aufbessern und mehr Zeit für ihre Enkelkinder haben. Da sie ihren Vorsitz bei den Landfrauen abgibt, dürfte das möglich sein.