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Bericht im Kulturausschuss Haus Müller in Ganderkesee freut sich über mehr Besucher

Von Kristina Roispich | 16.05.2017, 23:28 Uhr

Das Kulturhaus Müller konnte im vergangenen Jahr steigende Besucherzahlen verzeichnen. Über die Anzahl und die Gründe von abgesagten Veranstaltungen berichtete Dr. Wiebke Steinmetz von der regioVHS Ganderkesee-Hude im Kulturausschuss der Gemeinde Ganderkesee jedoch zunächst nichts.

Auf die Nachfrage von Ratsherr Thorsten Busch (UWG), wie viele der Veranstaltungen denn nun abgesagt wurden und aus welchen Gründen, berichtete Steinmetz, dass von 221 insgesamt 19 der Angebote ausfielen – aufgrund fehlender Anmeldungen. In diesem Fall setze sie sich mit dem jeweiligen Dozenten in Verbindung und treffe einvernehmliche Entscheidungen.

In einem Fall sei es jedoch so gewesen, dass trotz der geringen Anmeldungen dennoch viele ihr Interesse beim Dozenten bekundet hätten. „Wir arbeiten mit Anmeldungen und die brauchen wir auch. Die Leute melden sich bloß nicht an“, erklärte sie.

750 Besucher mehr als im Vorjahr

Dennoch seien im vergangenen Jahr 750 Besucher mehr als im Jahr zuvor im Kulturhaus Müller gewesen. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir das zum Vorjahr noch steigern können“, so Steinmetz. So seien unter anderem die „Vier Mal vier“-Konzerte mit 244 Besuchern ausverkauft gewesen. An dieser Stelle warf Ratsfrau Edith Ohlenbusch (SPD) ein: Zwar seien die Plätze beim Konzert im Kulturhaus Müller alle ausverkauft gewesen, in der Kirche allerdings sei noch reichlich Platz gewesen.

Steinmetz erklärte daraufhin, dass für jeden der Besucher gewährleistet werden müsse, dass er alle vier Konzerte besuchen kann. Da das Haus Müller jedoch nur 60 Plätze zur Verfügung habe, wären nicht mehr als 240 Tickets möglich. Von einem Zuhörer gab es den Hinweis, statt dem Kulturhaus Müller einen anderen Veranstaltungsort zu wählen, um so mehr Plätze zu generieren. Dieser müsse allerdings fußläufig erreichbar sein, so Steinmetz.

„Kinderfest muss sich etablieren“

Die Zuschauerzahlen beim Niederdeutschen Theater mit sechs Aufführungen seien in etwa gleich geblieben. Beim Kabarett hingegen konnten die Besucher um mehr als 150 gesteigert werden. Steinmetz sieht den Grund dafür in der Vorstellung von Werner Momsen, dessen Veranstaltung noch vor der Veröffentlichung fast ausverkauft war.

Das erste Kinderfest „Kunstwasserspiele“ konnte nur knapp unter 20 Kinder begeistern. „Das waren nicht ganz so viele Kinder, wie ich erwartet hatte“, sagte Steinmetz. Es müsse sich jedoch etablieren, weshalb das Fest in diesem Jahr wiederholt werden solle. Dagegen sei der Kindermalkurs für Flüchtlinge aber gut angenommen worden und werde wiederholt.

Für kommende Veranstaltungen plant Steinmetz einen Poetry Slam und ein sogenanntes „shared reading“, also das gemeinsame Lesen. Zudem soll 2018 als „Jahr der Fotografie“ mit verschiedenen Workshops und Ausstellungen zelebriert werden.