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Berneisch neu in Ganderkesee-West Eine geräumige Halle für das ganz schwere Gerät

Von Dirk Hamm | 09.07.2016, 10:52 Uhr

Das Netto-Logistikzentrum im Gewerbegebiet Ganderkesee-West in Grüppenbühren erhält einen Nachbarn: Als zweite Firma siedelt sich die Berneisch Stahl- und Sondermaschinenbau GmbH & Co. KG in dem Gewerbepark an.

Bereits seit einigen Wochen können Autofahrer auf der B212 verfolgen, wie in unmittelbarer Nähe zur Autobahnanschlussstelle der A 28 so langsam eine mehr als acht Meter hohe Hallenkonstruktion Gestalt annimmt. Unter dem Dach der Fertigungshalle sollen auf 1000 Quadratmetern bebauter Fläche Produktionsbereiche für den Stahlbau, die Zerspanung und Montage sowie Büro- und Sozialräume eingerichtet werden, erklärt Firmengründer und -chef Jörg Berneisch. Derzeit produziert das Unternehmen noch am Osthafen in Oldenburg.

Volle Auftragsbücher und breit gefächerter Kundenkreis

Bei der Planung der Hallenkonstruktion auf dem knapp 4000 Quadratmeter großen Gewerbegrundstück sei die Option offengehalten worden, das Bauwerk nach hinten raus zu verlängern, sagt Berneisch. Eine verständliche Entscheidung angesichts der guten Auslastung des Unternehmens: „Wir haben volle Auftragsbücher.“ Der Kreis der Kunden sei „sehr breit gefächert“.

Große Namen aus der Automobilbranche gehören laut Berneisch ebenso zu den Auftraggebern wie unter anderem auch Unternehmen aus den Bereichen Bauwirtschaft, erneuerbare Energien und Schiffbau sowie Zulieferer der Luftfahrtindustrie. Bei den Maschinen, die in seiner Firma entworfen und gebaut werden, handelt es sich nicht gerade um kleine, filigrane Konstruktionen, berichtet der 43-Jährige: „Wir haben schon eine komplette Roboteranlage für Daimler gebaut.“ Bis zu 16 Tonnen Gewicht können die Kräne in der neuen Halle bewegen.

Komplettlösungen von der Konstruktion bis zur Montage

„Von der Konstruktion von Maschineneinheiten über den Stahlbau und die Zerspanung bis zur Montage und Inbetriebnahme bieten wir alles komplett aus einer Hand an“, umreißt Berneisch die hohe Fertigungstiefe, die sein Unternehmen gegenüber potenziellen Kunden in die Waagschale werfen kann. „Das Rückgrat der Firma sind die Mitarbeiter“, betont der aus Ganderkesee stammende Unternehmer zugleich.

14 Beschäftigte werden künftig in Ganderkesee bei Berneisch in Lohn und Brot stehen, damit ist der Personalbestand aufgestockt worden. Die Räumlichkeiten am jetzigen Standort in Oldenburg erwiesen sich hingegen als beengt, sie boten keine Entwicklungs- und Erweiterungsmöglichkeiten.

„In Ganderkesee stimmt das ganze Paket“

Der gelernte Maschinenbauer, der zuvor unter anderem bei ThyssenKrupp tätig war und sein Unternehmen vor fünf Jahren gründete, hat sich für eine Ansiedlung im Gewerbegebiet Ganderkesee-West entschieden, „weil hier das ganze Paket stimmt. Die Gemeinde Ganderkesee unterstützt uns, wo sie kann“. Ein entscheidender Vorteil des neuen Standorts sei die Lage in unmittelbarer Nähe zur A28: „Das ist hier optimal. Denn wir haben es mit großen und schweren Einheiten zu tun, die transportiert werden müssen.“

Die Erdarbeiten auf der Baustelle in Grüppenbühren haben im April begonnen, seit anderthalb Monaten wird an der Produktionshalle gearbeitet. Die Fertigstellung ist für Ende August geplant, dann soll der Firmenumzug laut Berneisch bei weiterlaufender Produktion innerhalb von wenigen Wochen erfolgen.