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Blinkfüer soll weiter gehen Hude: Ringen um Haus Marienhude spitzt sich zu

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 17.08.2016, 15:49 Uhr

Das Ringen um die Zukunft der schönen, aber betagten und unter Denkmalschutz stehenden Immobilie Haus Marienhude spitzt sich zu. Die Blinkfüer Grundstücksgesellschaft aus Zetel-Neuenburg, der von der Gemeinde favorisierte Investor, hat sich für Mittwochabend, 17. August, einen Termin bei Bürgermeister Holger Lebedinzew reserviert – wenige Stunden vor Ablauf des vom Gemeinderat gesetzten Ultimatums fürs Beibringen von Finanzierungsbestätigungen.

Er gehe davon aus, dass Hein-Jürgen Thalen, der kaufmännische Sprecher der Blinkfüer Grundstücksgesellschaft, nicht mit leeren Händen komme, sagte Lebedinzew am Mittwoch.

Blinkfüer-Konzept bleibt Favorit

„Wir wollen, dass es mit Blinkfüer weitergeht“, ergänzte er mit Blick auf das Nutzungskonzept , das quer durch alle Ratsfraktionen und auch beim Bürgermeister großen Anklang gefunden hat. Strittig waren auf Huder Seite lediglich die drei Neubauten mit jeweils elf Wohnungen am Rande des Marienhude-Areals. Mit ihnen will Blinkfüer langfristig Einnahmen erzielen, die das Sanieren der Villa und des Kutscherhauses aus wilhelminischer Zeit mit Vorgaben des Denkmalschutzes und das Begleichen des Kaufpreises von 935000 Euro ermöglichen. Die Ratsgremien arbeiten daran, den Flächennutzungs- und den Bebauungsplan anzupassen.

Verwaltungsausschuss stellt die Weichen

Die von Thalen am Mittwochabend erwarteten Unterlagen will die Gemeindeverwaltung am Donnerstag, 18. August, prüfen und in den turnusgemäß tagenden Verwaltungsausschuss der Gemeinde tragen. Dieses Gremium entscheidet darüber, ob der Weg in die Zukunft des Hauses Marienhude definitiv mit Blinkfüer gegangen wird. Andernfalls wird das Verfahren laut Beschluss des Gemeinderats auch für andere Interessenten geöffnet. Der Bürgermeister hofft auch für diesen Fall auf ein gutes Ergebnis: „Wir haben den Markt eineinhalb Jahre nicht beobachtet. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt hat sich inzwischen dramatisch verändert. Vielleicht kommt ein gutes Angebot auf den Tisch.“ Auch Blinkfüer bleibe weiter im Rennen.