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Brandstiftung in Wildeshausen 17-Jähriger wegen Brandstiftung in Wildeshausen verurteilt

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 31.05.2017, 17:30 Uhr

Ein 17-Jähriger ist am Mittwoch in Wildeshausen wegen Brandstiftung verurteilt worden. Das Feuer hat vor zwei Jahren eine Lagerhalle am Bahnhof zerstört.

In nichtöffentlicher Verhandlung hat die Jugendrichterin im Amtsgericht Wildeshausen am Mittwoch einen 17-Jährigen wegen fahrlässiger Brandstiftung verurteilt. Das von ihm entfachte Feuer hatte Ende Juli 2015 eine große Lagerhalle am Bahnhof in Wildeshausen in Schutt und Asche gelegt. Dabei war ein Schaden von einer halben Million Euro entstanden.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, der damals 15-Jährige aus Wildeshausen habe den Brand absichtlich gelegt, kam im Urteil nicht zum Tragen. Die Verurteilung wegen fahrlässigen Handelns deckt sich mit der Aussage des Jugendlichen kurz nach der Tat, das von ihm entfachte Feuer sei außer Kontrolle geraten.

Löschversuche gescheitert

Laut Polizeimeldung kurz nach dem Brand hatten die Flammen an einem sommerlichen Freitagabend auf die sehr trockene Holzverkleidung der Halle übergegriffen. Löschversuche des Jugendlichen und einer kurz nach dem Brandausbruch eintreffenden Polizeistreife waren gescheitert.

500.000 Euro Sachschaden

Auch ein Großaufgebot von mehr als 130 Feuerwehrleuten aus Wildeshausen, Düngstrup, Ahlhorn, Harpstedt und Ganderkesee konnte nicht verhindern, dass die langgezogene, 1200 Quadratmeter große Halle völlig zerstört wurde.

Prunkwagen und Oldtimer ausgebrannt

In der brennenden Halle war auch der Prunkwagen der Wildeshauser Karnevalsgesellschaft zerstört worden. Auch Holzbuden, die Wildeshauser Gastwirte für den Weihnachtsmarkt eigenhändig gezimmert hatten, wurden ein Raub der Flammen, ebenso ein in der Halle abgestellter Oldtimer. Eine auf das Dach der Halle montierte Photovoltaikanlage war ebenfalls nicht zu retten.

Nicht näher benannte Weisungen

Neben dem Urteil wegen fahrlässiger Brandstiftung gab die Richterin dem Jugendlichen Weisungen mit auf den Weg. Nähere Angaben zu den Weisungen und zum Strafmaß macht das Gericht nicht. Weisungen nach dem Jugendgerichtsrecht sind Gebote und Verbote, die die Lebensführung des Jugendlichen regeln und dadurch seine Erziehung fördern und sichern sollen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.