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Brandstiftung oder Selbstentzündung? Großfeuer bei Wildeshausen: Erneut brennt ein Strohlager

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 14.09.2016, 16:03 Uhr

Kleinenkneten/Wildeshausen. Schon wieder sind im Landkreis Oldenburg Strohballen in Flammen aufgegangen: Auch am Mittwochnachmittag kämpften Feuerwehrleute aus Wildeshausen und Düngstrup am Seemannsweg in Kleinenkneten noch gegen die Flammen an und löschten Glutnester ab, nachdem der Scheunenbrand am Mittwochmorgen gegen 6.30 Uhr entdeckt worden war. Ergänzend zu ihren Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei am Mittwochnachmittag einen Zeugenaufruf gestartet: Hinweise nimmt die Polizei in Wildeshausen unter (04431) 9410 entgegen.

Beim Eintreffen der Feuerwehren aus Wildeshausen und Dügstrup stand das Stroh in der rund zehn mal 20 Meter großen Feldscheune bereits im Vollbrand, berichtete der Einsatzleiter Conrad Kramer.

Trockenen Wald geschützt

Mit Tanklöschfahrzeugen wurde zunächst eine Riegelstellung zum Wald errichtet, um Funkenflug in das trockene Gehölz zu unterbinden. Anschließend wurde aus einem nahegelegenen Teich die weitere Wasserversorgung sichergestellt. Nach zweistündigem Löscheinsatz wurde begonnen, das Stroh mithilfe eines Teleskopladers und eines Baggers aus der Halle zu entfernen, um es komplett zu löschen.

Maisfeld geräumt

„Hierfür wurde ein Teil eines Maisfeldes freigeräumt, um als Ablageplatz zu dienen“, berichtete Cramer. Am Mittwochmittag wurden die Einsatzkräfte von frischen Helfern abgelöst. Mit zehn Fahrzeugen waren mehr als 60 Einsatzkräfte vor Ort. Den Brandort hat die Polizei beschlagnahmt. Nicht nur die gesamten Strohballen, sondern auch die Stahlhalle selbst ist durch das Feuer zerstört worden. Die Schadenshöhe steht noch nicht fest.

Polizei hat Brandort beschlagnahmt

Die Ursache für das Feuer ist unklar. „Wenn der Brandort betreten werden kann, dann nehmen Brandermittler ihre Arbeit auf“, sagte Polizeisprecherin Melissa Oltmanns auf dk-Nachfrage.In der letzten Zeit hatten im Landkreis Oldenburg schon mehrere Strohmieten innerhalb kurzer Zeit gebrannt.

Zuletzt musste sogar die Bundesstraße 213 in der Gemeinde Ganderkesee für einen Löscheinsatz gesperrt werden,

als in der Nacht zum vergangenen Sonntag Strohballen an der Wildeshauser Landstraße (B 213) bei Schlutter brannten. Diese Häufung an Strohbränden ist für Wildeshausens stellvertretenden Ortsbrandmeister Conrad Kramer höchst verdächtig.

„Diese Anzahl ist einfach zu hoch, wir Feuerwehrleute machen uns große Sorgen“, sagte Kramer. Der Einsatzleiter hofft, dass es nicht ein Feuerteufel ist, der hier sein Unwesen trieb. Ergänzend zu ihren Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei am Mittwochnachmittag einen Zeugenaufruf gestartet: Hinweise nimmt die Polizei in Wildeshausen unter (04431) 9410 entgegen.