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Breitgefächerte Kammermusik Neue Saison der Rathauskonzerte in Ganderkesee

Von Mareike Bader | 21.10.2017, 13:47 Uhr

Seltene Werkformen und Besetzungen, ungewöhnliche Herangehensweisen und alte Bekannte stehen bei den Rathauskonzerten in der aktuellen Saison auf dem Programm. Das erste Konzert findet am 18. November statt.

Kleine, aber feine Konzerte gibt es in der aktuellen Saison der Ganderkeseer Rathauskonzerte. Stefan Lindemann, Vorsitzender des Trägervereins spricht von einem breiten Spektrum der Kammermusik, die geboten werde. Und damit hat er Recht.

Die Werke, die bei den vier Konzerten zu hören sein werden stammen vom Barock, über Klassik und Romantik bis hin zur Moderne. Und auch die Ensemblebesetzung ist äußerst vielseitig.

Saison beginnt am 18. November mit dem „Trio Lirico“

Manchmal zeigt sie auch seltene Varianten, wie das Streichtrio „Trio Lirico“, das am 18. November die Saison eröffnet. „Diese Besetzung ist nicht so geläufig“, sagt Lindemann. Daher gebe es dafür auch nicht so viel Konzertliteratur. Als Höhepunkt gibt es ein Frühwerk Beethovens, das Streichtrio op.9, Nr. 3 – ein Werk Ende des 18. Jahrhunderts, bei dem Beethoven den traditionellen Rahmen ausreizte.

Dazu kommen Werke des zeitgenössischen polnischen Komponisten Penderecki sowie ein Streichtrio von Max Reger, der in der Romantik die Gattung wiederbelebte. Neben Franziska Pietsch an der Geige und Sophia Reuter an der Bratsche ist Johannes Krebs zu sehen. Seit neun Jahren ist er schon Solo-Cellist bei den Bremer Philharmonikern.

Ein Abend mit zwei Celli

Bis 2006 spielte Ralph Jerzewski als Solo-Cellist bei den Bremer Philharmonikern. Am 20. Januar tritt er im Duo mit seiner Frau Angelica auf. „Wann hat man schon zwei Celli auf einem Haufen zusammen“, freut sich Lindemann auf den Abend.

„Es hat sich rumgesprochen“, freut sich Stefan Lindemann, Vorsitzender des Träger-Vereins, über die steigende Beliebtheit der Rathauskonzerte . Immer wieder bekomme er neue Anfragen von Künstlern. In Ganderkesee setzt man auch auf alte Bekannte. „Unser neuer Flügel wird auch genutzt“, über das Wiedersehen mit Pianistin Minako Schneegass und Christoph Riedlmann an der Querflöte am 10. März 2018.

Naturphänomene in der Musik

Unter dem Motto „Von Undine zu Pan – Naturphänome in der Musik“, stehen von Carl Reineckes Undine-Sonate oder „Klänge des Waldes“ der zeitgenössischen Komponistin Sophia Gubaidulina auf dem Programm. Der Hannoveraner Countertenor Michael Lieb beschließt die Saison am 26. Mai – laut Lindemann „ein Performer aller erster Güte“.

Dann ist mit Werken von Georg Philipp Telemann erstmals nach 74 Konzerten ein Abend allein einem Komponisten gewidmet. Der Vorsitzende geht davon aus, dass bei allen Konzerten moderiert wird.

Neuauflage der Kurzkonzert-Fomate geplant

Neben den vier Hauptkonzerten hofft Lindemann auf wieder zwei Kurzkonzerte zum „Frühlingserwachen“ am 8. April 2018 geplant. Auch das Konzertexperiment „4x4“ soll 2018 wieder stattfinden. Das seien Perspektiven für das kommende Jahr, fest stehen beide Termine aber noch nicht, bekräftigt der Vereinsvorsitzende.