Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Brennender Schweißroboter Arbeiter verhindern Schlimmeres bei Brand in Hude

Von Kai Hasse | 23.09.2017, 14:34 Uhr

Eine Rauchsäule stand am Freitagabend über dem Amazonenwerk in Ein Schweißroboter hatte gebrannt. Vier Feuerwehren waren beteiligt. Drei Menschen mussten ins Krankenhaus. Sie hatten eingegriffen – und wohl großen Schaden verhindert.

Die Feuerwehr Hude sprach nach dem Einsatz am Freitagabend von einem Großaufgebot an Rettungskräften, das beteiligt war: 65 Feuerwehrleute mit zwölf Fahrzeugen waren bei dem Amazonenwerk in Hude. Drei Männer mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, als ein Schweißroboter gebrannt hatte.

Situation bedrohlich

Neben der Rauchsäule bei dem Werk war auch die angrenzende Heinrich-Dreyer-Straße in Höhe des Werks von dichtem Rauch umgeben. Das schildert Tanja Konegen, Sprecherin der Feuerwehr Hude. Die Situation wirkte bedrohlich. Um 18.28 Uhr wurden neben der Freiwilligen Feuerwehr Hude auch die Feuerwehren aus Altmoorhausen und Neuenkoop sowie die Drehleiter aus Ganderkesee über Melder und Sirene alarmiert.

Einsatz mit dem Feuerlöscher

Das Feuer an dem Schweißroboter in der Werkshalle des Landmaschinenherstellers blieb zunächst unbemerkt: Die Arbeiter hatten gerade Pause. Nach Schilderung der Feuerwehr handelten sie aber schnell, als sie das Feuer bemerkten: Sie dämmten den Brand mit Feuerlöschern ein und brachten das Gerät dann ins Freie. Dort konnte der Roboter dann von den Einsatzkräften der Feuerwehr Hude gelöscht werden.

Schnelles Handeln der Angestellten

Die Mitarbeiter, die den Brand mit Feuerlöschern bekämpft hatten, wurden verletzt: Bei ihnen galt nach Angaben der Feuerwehr Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung. Sie wurden von der Besatzung von drei Rettungswagen medizinisch versorgt und dann vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Sprecherin Konegen von der Feuerwehr Hude: „Durch das schnelle Handeln der Angestellten konnte ein großer Schaden in der Fabrik verhindert werden.“

Polizei ermittelt

Um die Rauchgase aus der Fabrik zu bekommen, wurden die Dachfenster und Hallentore geöffnet. Der Einsatz war dann recht schnell vorbei: Die Feuerwehr kontrollierte den Brandort in der Halle, konnte dort aber keine Gefahr mehr feststellen. Gegen 19.15 Uhr rückten die Einsatzkräfte ab. Wie es zu dem Brand kam, wird nun durch die Polizei ermittelt. Die Angestellten der Fabrik wurden am Freitagabend früher nach Hause geschickt, um eine Gesundheitsgefährdung durch den Rauch, der noch eine Weile in der Halle stand, zu vermeiden.