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Brigitte Tüttelmann im Haus Müller Heißes Wachs in Ganderkesee Grundstoff für Kunst

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 25.10.2016, 19:29 Uhr

Brigitte Tüttelmann, Bremerin mit Ganderkeseer Wurzeln, stellt ab diesem Freitag – und dann bis zum 22. Januar – als letzte Künstlerin des Jahres im Haus Müller aus.

Wer die eigene Küche zum Kunstatelier, zur Wachsschmelze und auch noch zur Tischlerwerkstatt werden lässt, der muss so kunstbegeistert sein wie Brigitte Tüttelmann. „Transformationen“, so der Name der finalen Werkschau des Jahres 2016 in der Kunsteinrichtung am Ring in Ganderkesee, offenbart 33 Werke aus dem Schaffen der Bremerin, die in höchst unterschiedlichen Techniken entstanden sind.

„Wachsmalerei“

Eine davon hat Tüttelmann selbst entwickelt. Bei der „Enkaustik“ werden Wachskerzen auf dem heimischen Gasherd zunächst geschmolzen. Diesen kochend heißen Grundstoff verarbeitet die Kunsterzieherin in Ruhestand, die von 1974 bis 2005 in Ganderkesee am Gymnasium tätig war, nuancenreich auf dünnem Karton.

Holzrahmen aus heimischer Herstellung

Eingefasst werden diese Unikate in ebenfalls selbst gemachten Holzrahmen. Auch diese entstehen an Tüttelmanns heimischem Küchentisch.

Kunst auch aus Metall und Acryl

Auf Metallplatten dagegen schafft die Künstlerin mit Acrylfarben Bilder, deren Bedeutungen sich erst auf den zweiten, dritten oder vielleicht auch vierten Blick eröffnen. „So überraschend wie auch detailreich wirken sie auf den Betrachter“, erläutert Dr. Wiebke Steinmetz von der gastgebenden regioVHS. Am Sonntag, 6. November, führt Tüttelmann selbst ab 15 Uhr durch ihre Schau.