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Buch über Jagd-, Tier- und Naturschutz Harpstedter Jäger dokumentieren Vielfalt der Reviere

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 27.03.2017, 16:00 Uhr

Drei Jahre hat es von der Idee bis zum Druck gebraucht: Ein zehnköpfiger Arbeitskreis des Harpstedter Hegeringes hat die Entwicklung von Tier und Umwelt in den letzten Jahrzehnten in den Jagdrevieren der Samtgemeinde in einem Buch dokumentiert.

„Eine Zeitreise durch Jagd und Natur“ nennen die Autoren das Werk, das Anfang April druckfrisch erscheinen soll. Heinz Nienaber und Reimer Grape haben den Löwenanteil bei der Umsetzung geleistet.

„Das Buch ist nicht nur aus der Brille der Jagd geschrieben“, betonte Heinz Nienaber. Der Fokus liege auch auf dem Tier- und Naturschutz wie der Entwicklung des Harpstedter Waldes. Die Autoren hätten sich auch kritisch mit dem Thema Jagd auseinandergesetzt.

„Es ist keine Chronik, es ist ein Bisschen mehr“

2014 hat Nienaber im Hegering den Antrag gestellt, die „Zeitreise“ zu erstellen. Drei Jahre später ging ein Werk mit 230 Seiten und rund 400 Bildern von Tieren und Natur aus der Samtgemeinde Harpstedt in den Druck. Gerade wegen der vielen Landschaftsaufnahmen lohne sich auch für Nichtjäger ein Blick ins Buch.

Eingeleitet von einem allgemeinen Teil über die Entstehung der Jagd von 1935 bis heute folgt eine Nahaufnahme der einzelnen Reviere und Jagden in Harpstedt. Es werden Veränderungen in der Tierwelt deutlich, wie zum Beispiel beim Niederwild „Früher haben wir im Bereich Harpstedt 100 Hasen geschossen, heute gar keine mehr“, sagt Grape.

Begleitet wird die Geschichte der Jagd von vielen Anekdoten und Geschichten der Harpstedter Jäger aus ihren Revieren. Ein Grund warum die Autoren das Buch trotz einer zeitlichen Entwicklung nicht als Chronik bezeichnen wollen. „Es ist keine Chronik, es ist ein bisschen mehr“, sagt Grape.