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Bürgerinitiative Trendelbuscher Weg Neustart bei Ganderkeseer Verkehrswegeplan gefordert

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 02.09.2017, 13:39 Uhr

Die Bürgerinitiative Trendelbuscher Weg fordert, das Projekt Verkehrsentwicklungsplan in der Gemeinde Ganderkesee neu zu starten. Darüber hinaus setzen die Anlieger der Straße weiterhin auf einen durchgehenden Tempo-30-Bereich und eine Tonnagebegrenzung.

„Die Gemeinde soll den Verkehrswegeplan so aufbereiten, dass auch Bürger alles überschauen und ihre Probleme darstellen können.“ Das fordert Hubertus Schmidt, einer von drei Sprechern der Bürgerinitiative Trendelbuscher Weg, die der Gemeindeverwaltung und den Fraktionen am Freitag eine Reihe von Forderungen übergeben haben. Noch deutlicher wird Friedrich-Wilhelm Söhner: „Das Ganze muss neu aufgerollt werden.“ Und Rainer Gross ergänzt: „Das Online-Verfahren ist eine Zumutung.“ Eine Reaktion von Bürgermeisterin Alice Gerken gab es noch nicht.

„Fehlende Bürgerbeteiligung“

Das Trio, das eigenen Angaben zufolge für mehr als 120 Anlieger des Trendelbuscher Weges spricht, bemängelt beim Projekt Verkehrsentwicklungsplan vor allem eine „fehlende wirkliche Bürgerbeteiligung“ und verweist auf das Nachbarland Bremen. Dort sei der Bürger von Anfang an mit ins Boot genommen worden. Ein Neustart sei wichtig. „Dabei können die vorliegenden, teuer bezahlten Ergebnisse selbstverständlich eingebracht werden“, erläutern die Sprecher der Bürgerinitiative.

Kommentarfenster zu klein

Moniert wurde darüber hinaus das im Internet vorgegebene Kontaktformular für eine Bürgerbeteiligung. Einerseits sei es schwierig darstellbar, dass es sich bei den Kommentaren nicht um die Meinung Einzelner handelt, sondern um die einer Gruppe – zum Beispiel um die der Anlieger des Trendelbuscher Weges. „Andererseits ist es schlichtweg unzumutbar und wird unlesbar, wenn man in einer Zeilenbreite von 45 Zeichen kompliziertere Sachverhalte darstellen will, sagt Gross: „Bürger und auch Politiker müssen doch auch eine ausführliche Begründung abgeben können.“ Außerdem sei es nicht möglich, Dokumente und Fotos zu den Kommentaren zu stellen.

Klare Zielsetzung fehlt

Im Übrigen fehle dem Projekt eine klare Zielsetzung. Deshalb fordern Söhner, Schmidt und Gross Antworten auf Fragen wie „Wohin soll die Reise eigentlich gehen?“, „Wohin mit den Verkehrsströmen?“ und „Was ist zu tun, wenn das geplante neue Wohngebiet westlich des Schierbroker Mühlenweges dazukommt?“. Neu dürfte das Thema Zielsetzung für die Verwaltung nicht sein. Schließlich hätten auch schon die Grünen frühzeitig eine Zielsetzung gefordert, weiß Schmidt.

Für durchgehende Tempo-30-Zone

Verstärkt interessiert sich die Bürgerinitiative dafür, wie es am Trendelbuscher Weg weitergeht. Sie könne nicht verstehen, dass ihr Weg anders behandelt werde als beispielsweise die Straßen Neddenhüsen und Brüninger Weg. Die Straßen seien vergleichbar. Deshalb gebe es nach wie vor die Forderung nach einer durchgehenden Tempo-30-Zone vom Ortseingangsschild bis zur Grundschule und den Appell an alle Kraftfahrer, den Sicherheitsabstand zu den Radfahrern auf dem Schutzstreifen einzuhalten. Darüber hinaus fordern die Anwohner eine Tonnagebegrenzung auf fünf Tonnen. Denn inzwischen würden Navis immer häufiger große Lastwagen über den Trendelbuscher Weg schicken, wenn es um die kürzeste Strecke für sie geht.