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Einweihung der neuen Beschilderung Bürgermeister fahren Kleeblattroute ab

Von Niklas Golitschek | 16.09.2019, 22:02 Uhr

Startschuss für die neue Beschilderung der Kleeblattroute. Die Bürgermeister der Kooperation "4 auf dem Rad" haben am Montag auf die Sattel gesetzt und sind die Strecke in Ganderkesee abgefahren.

Erprobten Radfahrern kann auch schlechtes Wetter die gute Laune nicht verderben. So war auch Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken am Montagnachmittag bestens gerüstet, um mit den Gästerführerin sowie den Bürgermeistern der Kooperation „4 auf dem Rad“, Holger Lebedinzew (Hude), Regina Neuke (Lemwerder) und Hartmut Schierenstedt (Berne), die Kleeblattroute mit dem Rad zu erkunden.

„Ich habe eine Regenhose und -jacke mit. Aber es wird bestimmt schönes Wetter“, scherzte Gerken trotz des grauen Himmels und der frischen Temperaturen: „Immer wenn ich die dabei habe, regnet es nicht.“ Gegen 15.30 Uhr brach die Gruppe vom Ganderkeseer Rathaus auf in Richtung St. Cyprian und Corneliuskirche und dann weiter über die Rathausstraße.

Vier Tagestrips

Die Gesamtstrecke der Ganderkeseer Tour beläuft sich auf 52,5 Kilometer, die Gruppe am Montag entschied sich jedoch für einen kürzeren Trip von rund 20 Kilometern. Eigentlicher Ausgangspunkt der Route insgesamt vier Routen, die für einen Tagestrip gedacht sind, ist das Hotel Backenköhler. Doch genau das soll eben auch ein Vorzug der Kleeblattroute sein: „Wenn das Knotenpunktsystem da ist, sind auch Abkürzungen möglich“, sagte Christa Linnemann, Wirtschaftsförderin der Gemeinde Ganderkesee. Für das Hotel habe man sich als Ausgangspunkt auch deshalb entschieden, weil die Route vor allem auch für Gäste von außerhalb interessant sein soll. Neben verschiedenen Restaurants sind deshalb auch Sehenswürdigkeiten wie das Hügelgrab in Steinkimmen, die Wassermühle Elmeloh, die Arp-Schnitger-Orgel in der St. Cyprian und Cornelius Kirche oder die Wittekind-Alpacas vermerkt.

Wer die Kleeblattroute nicht alleine abfahren sondern mit ortskundiger Begleitung mehr Hintergrundinformationen erfahren möchte, kann sich bei den Gästeführern der jeweiligen Gemeinde melden und einen Termin vereinbaren; in Ganderkesee ist das Elisabeth Kühling. Die Gästeführerin versorgte die Gruppe dann auch gleich vor Abfahrt mit den ersten Details über ihre Gemeinde, über Ganderkesees zentralen Standort im westlichen Gau oder die 1699 gebaute Arp-Schnitger-Orgel in der St. Cyprian und Cornelius Kirche und die Jubiläumsveranstaltungen in diesem Jahr. Um für die Konzerte zu werben, brachte sie ihren Gästen auch gleich einen Zettel mit den noch anstehenden Terminen mit. „Genießt unsere schöne Orgel“, frohlockte sie dazu.

Neue Beschilderung

Die Radtour der vier Bürgermeister hatte dabei auch symbolischen Wert. Mit ihrem Ausflug weihten sie auch das neue Radwegeleitsystem in Ganderkesee und Hude sowie in allen Gemeinden die Einschübe mit den Logos in den Farben der jeweiligen Kleeblattroute. „Es ist immer wieder der Wunsch von Radfahrern geäußert worden, die Routen zu beschildern“, sagte Gerken. Im Zuge der Beschilderung hatten die vier Gemeinden auch noch kleine Verbesserungen an den Routen vorgenommen, um saisonal weniger gut befahrbare Abschnitte zu ersetzen. „Für uns ist das Tourismus pur“, sagte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew, bevor auch er in die Pedalen trat. Die Kleeblattroute zeige außerdem, wie gut die Gemeinden auch grenzübergreifend zusammenarbeiteten. Kurz nach dem Start kam dann tatsächlich noch einmal die Sonne zwischen der Wolkendecke hervor.