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Bürgermeisterin Gerken blickt auf 2016 „Investionen in Ganderkeseer Kitas bestens angelegtes Geld“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 27.12.2016, 14:24 Uhr

In ihrem Jahresrückblick verweist Ganderkesees Bürgermeisterin Alice Gerken auf Erfolge im Bereich Kindertagesstätten und Schulen. Die Gewerbegebiete würden sich prächtig entwickeln, gute Nachrichten gebe es aus dem Verkehrsbereich, und die Umgestaltung des Neuen Marktplatzes stehe bevor. Allerdings blicke sie mit Sorge auf den zunehmenden Leerstand im Ganderkeseer Ortskern.

„Die Gemeinde Ganderkesee steht insgesamt hervorragend da. Wir haben auch dank der robusten Konjunktur solide Finanzen mit einer guten Einnahmesituation. Das gibt uns die Möglichkeit, an den richtigen Stellen zu investieren.“ Das hat Bürgermeisterin Alice Gerken in einem Rückblick auf 2016 und einem Ausblick aufs nächste Jahr betont.

Fahrstuhl in Oberschule Ganderkesee eingebaut

Ein Schwerpunkt habe erneut bei den Kindertagesstätten und Schulen gelegen. Nach dem ersten Krippenanbau am Montessori-Kinderhaus zeichne sich bereits der zweite Anbau ab. Neue Kindertagesstätten würden im Bereich Urneburger Feld in Ganderkesee und im Baugebiet Bargup in Bookholzberg entstehen. Auch dafür seien in diesem Jahr die Grundlagen gelegt worden. Darüber hinaus würden die Schulen für die Inklusion fitgemacht. So sei beispielsweise im Fachtrakt der Oberschule Ganderkesee kürzlich der dafür notwendige Fahrstuhl eingebaut worden. „Investitionen in Kitas und Schulen, da sind sich hier vor Ort zum Glück alle einig, sind bestens angelegtes Geld“, sagt die Bürgermeisterin.

Freibad wird saniert

Beim vielleicht größten Investitionsvorhaben der kommenden Jahre seien ebenfalls die Pflöcke eingeschlagen worden: Das technisch in die Jahre gekommene Ganderkeseer Freibad werde grundlegend saniert. Einen beeindruckenden Erfolg habe es dagegen beim Sauna-Huus gegeben: Der bisherige Betreiber Aqua-Park habe es geschafft, die Besucherzahlen in diesem Jahr auf rund 35.000 zu steigern. Künftig werden Bäder und Sauna-Huus – wie berichtet – wieder in Eigenregie der Gemeinde geführt.

Leerstand im Ortskern bereitet Sorgen

Gute und schlechte Nachrichten gibt es aus dem Bereich Handel und Gewerbe: Während sich die Gewerbegebiete in der Gemeinde „prächtig entwickelten“ und Elmeloh mit „Netto“ wieder einen Nahversorger bekommen habe, mache ihr der Leerstand im Ganderkeseer Ortskern Sorgen, erläutert Gerken: „Ladeninhaber, Vermieter und Kunden – hier sind alle gefragt.“ Die Verwaltung möchte dem Einzelhandel künftig möglicherweise mit einer Art Citymanager beratend zur Seite stehen. Als positiv bewertete sie, dass die Gemeinde die Umgestaltung des Neuen Marktes angeschoben habe. „2017 rollen die Bagger“, betont die Bürgermeisterin, die sich sicher ist, dass auf dem neugestalteten Marktplatz die Aufenthaltsqualität deutlich gesteigert werde.

Verkehrsentwicklungsplan nimmt Fahrt auf

Gute Nachrichten hat es laut Gerken auch aus dem Verkehrsbereich gegeben: In Bookholzberg ist in diesem Jahr nach den Geschäftsstraßen auch die Ortsdurchfahrt fertig geworden. „Das Ergebnis kann sich, wie ich finde, wirklich sehen lassen“, so die Bürgermeisterin. In diesem Jahr habe außerdem der Verkehrsentwicklungsplan spürbar Fahrt aufgenommen.

Flüchtlingsstrom in die Gemeinde

Vor einer großen Herausforderung habe die Gemeinde im ersten Halbjahr gestanden, als mehrere hundert Flüchtlinge vor allem aus Syrien und dem Irak in der Gemeinde untergebracht werden mussten. „Für die vielfältige Unterstützung durch die Ehrenamtlichen bin ich sehr dankbar. Das war eine große Hilfe, die man nicht genug wertschätzen kann“, sagt die Bürgermeisterin. Inzwischen habe die Integration der geflüchteten Menschen begonnen.

Wohnraum gefragt

Ein weiteres wichtiges Anliegen sei es, ausreichend Wohnraum zu schaffen, um den Immobilienmarkt zu entlasten. Neben Einfamilienhäusern würden vor allem kleine Wohnungen für Singles und ältere Alleinstehende gebracht. Dafür seien unter anderem die geplanten Baugebiete Bargup in Bookholzberg sowie südlich der Oldenburger Straße und westlich des Brüninger Wegs in Ganderkesee auf den Weg gebracht worden. „Bei allem Fokus auf die Zentren werden wir aber auch an die kleineren Dörfer denken müssen“, verspricht Gerken: „Auch hier muss eine gewisse Entwicklung möglich sein.“