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Bürgerstiftung Ganderkesee Stiftung will weiter Ganderkeseer Flüchtlingsprojekte fördern

Von Thorsten Konkel | 02.12.2015, 07:18 Uhr

Mit einem Wechsel im Vorstand geht die Bürgerstiftung Ganderkesee 2016 ins vierte Jahr. Auch künftig werde die Flüchtlingsarbeit der Stiftung einen großen Teil ihrer Projekte für eine lebenswerte Gemeinde ausmachen, hieß es am Dienstag seitens des Vorstandes.

Die Bürgerstiftung werde auf den Handlungsfeldern Bildung, Familienfreundlichkeit und Erhalt ländlicher Strukturen auch weiter dazu beitragen, dass Ganderkesee eine zukunftsfähige lebenswerte Gemeinde bleibt, steckte der im Vorstandsamt bestätigte Klaus Fuchs am Dienstagabend die Marschrichtung für die nächsten drei Jahre ab. Dass man in der Rückschau durchaus zufrieden sein könne, ohne selbstzufrieden zu wirken, belegte der Vorsitzende Dr. Hans-Georg Zechel: „Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat uns 2015 für zwei Jahre das Gütesiegel erteilt“, sagte er.

Vorstandsspitze im Amt bestätigt

Während Zechel, Stellvertreter Klaus Fuchs und Schatzmeister Heinrich Calame auf der Hauptversammlung der Stiftung in ihren Ämtern bestätigt worden sind, waren nach dem Rückzug von Dörte Lohrenz aus privaten und Rolf Schütze aus beruflichen Gründen Karin Bergander-Koellner und Marc Möller neu hinzugewählt worden. Die 63-Jährige ist als Gründungsstifterin tief in der Stiftung verwurzelt und gehörte zuvor auch dem Stiftungsrat an. Der selbstständige Kaufmann Möller (51) bringt seine beruflich und sportlich beim TSV Ganderkesee sowie im Lauftreff geknüpften Kontakte ein. Welche Posten beide künftig bekleiden werden, soll auf einem Workshop Anfang 2016 ebenso definiert werden wie weitere Projekte.

Auch integrative Angebote

In Zeiten der Flüchtlingskrise gehören zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit aber vor allem auch integrative Angebote dazu: So war das Bildungsangebot „Sprache und Kultur“ für syrische Flüchtlinge erfolgreich, und das Feriensprachcamp soll 2016 eine Neuauflage erleben. Und auch den vor rund drei Monaten initiierten Runden Tisch Flüchtlinge will die Bürgerstiftung weiter unterstützen. „Gerade haben auch die Familienpatenschaften für Flüchtlinge begonnen, sich zu entwickeln“, erklärte Fuchs. Dass einmal Flüchtlingskinder die Mehrzahl der Teilnehmer von Ausstellungsführungen und Malangeboten im Haus Müller ausmachen würden, hätte auch niemand gedacht, verriet der stellvertretende Vorsitzende.

Erfolgreiche musikalische Früherziehung

Zu den 28 in den vergangenen drei Jahren „angestifteten“ Projekten gehört ebenso die erfolgreiche musikalische Früherziehung in Kitas im ländlichen Raum, deren Finanzierung inzwischen der Landkreis übernommen hat. 18 der 28 Projekte sind inzwischen durchgeführt worden, sechs werden gerade umgesetzt und weitere vier befinden sich in Planung. In finanziellen Dimensionen gerechnet seien das etwa 25.000 Euro, rechnete Karin Bergander-Koellner vor. „Nicht eingerechnet das umfassende ehrenamtliche Engagement der Bürger“, ergänzte Zechel.

Ein Projekt in eigener Sache will die Stiftung 2016 auch noch angehen. „Wir müssen mehr für uns werben“, riet Bergander-Koellner. Denn die Stiftung sei in Zeiten magerer Zinsen umso mehr auf Spenden angewiesen, um Helfern Geld für Projekte zur Verfügung zu stellen, machte Zechel deutlich. Eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, bietet sicherlich das Beisammensein im Haus Müller nach dem Neujahrskonzert am 17. Januar 2016 in der St.-Cyprian-und-Cornelius-Kirche. Das Jugendorchester Bremen-Nord wird dann auch gleich eine neue Reihe begründen: „Zukünftig werden bei unseren Neujahrskonzerten immer Jugendorchester auftreten“, sagte Bergander-Koellner. Junge Musik untermalt dann die Zukunft einer lebenswerten Gemeinde.