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Bürgerstiftung setzt sich für Weltoffenheit ein Konzert verbindet in Ganderkesee Kulturen

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 20.12.2016, 15:42 Uhr

Auf ihre erste Aktivität im neuen Jahr, das Neujahrskonzert am Sonntag, 15. Januar, weist die Bürgerstiftung Ganderkesee in ihrem am Dienstag veröffentlichten Stifterbrief hin. Um 17 Uhr beginnt am 15. Januar in der Ganderkeseer St.-Cyprian-und-Cornelius-Kirche das Konzert mit dem Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord.

Aufgeschlossen gegenüber anderen Kulturen

Verstärkt wird das Orchester unter Leitung von Martin Lentz von 40 Sängerinnen und Sängern des Bremer Kinder- und Jugendchores. Am 15. Januar findet anschließend an das Konzert ab 19 Uhr ein Empfang im Gemeindehaus der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde am Ring statt. Aufgeschlossen gegenüber anderen Kulturen wird das Programm des Orchesters unter dem Motto „Romantik“ nicht nur Kompositionen bekannter Größen wie Bach, Schubert, Gluck oder Reger enthalten: Auch Musik des syrischen Komponisten Dia Succari erklingt. Zudem wird auch lateinamerikanische Milonga von Piazolla spielen.

Denn auch 2017 hat sich die Bürgerstiftung Ganderkesee vorgenommen, gegen engstirnige Weltbilder zu kämpfen.

Den Kampf gegen engstirnige Weltbilder aufgenommen„Wir verstehen die Ängste vieler Bürger im Angesicht der neuen Moderne mit Digitalisierung und Globalisierung von Handel, Wandel und Gesellschaft – mit der Folge einer Vielzahl von Kulturen, Religionen, Nationalitäten und Lebensformen bis in den kleinsten Ort hinein“, beteuert der Vorsitzende der Bürgerstiftung, Hans-Georg Zechel.

Kein Weg zurück

Die Flucht aus dieser komplexen Welt zurück in die einfache Welt früherer Zeiten sei verständlich, aber ein Irrtum, denn sie weiche der Realität nur aus, ohne sie zu beseitigen. Das einzige Mittel gegen diese sehr gut nachvollziehbare „postfaktische“ Tendenz sei Aufklärung über die immensen Chancen und Bereicherungen, die Vielfalt und Entgrenzung mit sich brächten.

„Unsere Bürgerstiftung zeigt deshalb mit ihren Projekten und Debatten demonstrativ, dass wir den vormodernen Gesellschaftsbildern mit ihren scheinbar klaren Grenzen, Eindeutigkeiten und Hierarchien entgegentreten. Sie sind überholt und nicht mehr realistisch“, macht Zechel klar.

Es gebe keinen Weg zurück zu nationalen, einfachen und eindeutigen Verhältnissen. Zechel: „Wir sind mittendrin in diesen Themen, und wir wollen mit unseren Aktionen helfen, sie in die richtige Richtung zu leiten“.