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Bürgerverein Hohenböken Für Aussichtsturm fehlt nur noch ein Häkchen

Von Reiner Haase | 04.12.2018, 17:39 Uhr

Für den Aussichtsturm in Hohenböken werden jetzt Angebote der Stahlbauer eingeholt. Er soll ab Sommer 2019 die Landschaftstypen Geest, Moor und Marsch vor Augen führen.

Ein Turm mit drei Aussichtsplattformen soll der Leuchtturm der Verbunddorferneuerung Hasbruch werden, doch das Projekt lässt noch auf sich warten. „Der Statiker und der Prüfstatiker sind sich bis ins Detail einig. Die Baugenehmigung soll in diesen Tagen kommen, ist aber noch nicht eingetroffen“, berichtet Architekt Jürgen Hermann Reiners.

Der Delmenhorster Architekt benötigt das Häkchen aus dem Bauordnungsamt des Landkreises, damit er den Stahlbaufirmen die Ausschreibung zuschicken kann. Den Text mit allen Anforderungen habe er im PDF-Format auf dem Computer.

Kostenschätzung in Höhe von 150.000 Euro

„Erst nach Eingang der Angebote wissen wir, was der Turm tatsächlich kosten wird“, stellt der Architekt klar. Bisher steht die Kostenschätzung in Höhe von 150000 Euro im Raum.

Der Aussichtsturm soll am Ammerweg beim Gut Hohenböken errichtet werden. Besucher sollen von den drei Plattformen aus freien Blick auf drei typische Landschaftsformen der Region bekommen: Geest, Moor und Marsch. Informationstafeln geben dazu Erläuterungen. Die Informationstafeln steuert der Bürgerverein Hohenböken bei.

„Der Vorsitzende Wallenhorst hat uns sehr interessante Entwürfe gezeigt“, berichtet Architekt Reiners. Die oberste Plattform wird zehn Meter über der 100 Quadratmeter großen Grundfläche gebaut.

Hans-Joachim Wallenhorst hofft auf einen nun glatten Fortgang des Projekts. Er will mit Reiners und den anderen Beteiligten, insbesondere mit der Gemeinde als Auftraggeber, im Sommer 2019 auf die Einweihung anstoßen.

„Die Besucher sollen schöne und interessante Landschaften sehen. Und sie sollen erklärt bekommen, was sie sehen, zum Beispiel über die Bedeutung von Wallhecken in der Kulturlandschaft“, sagt Wallenhorst.

Ein Entwurf für die Informationstafeln sei komplett fertig. „Die anderen Entwürfe habe ich im Kopf, aber noch nicht digitalisiert“, berichtet er. Der Bürgerverein Hohenböken werde am Aussichtsturm auch noch eine Sitzgruppe aufstellen.

Das Amt für regionale Landentwicklung hat für den Aussichtsturm einen Zuschuss von 80000 Euro aus dem Dorferneuerungsprogramm in Aussicht gestellt.

Die Frist läuft eigentlich Ende 2018 ab. Das Amt hat aber im Juli mitgeteilt, dass Projekte, die erst 2019 verwirklicht werden können, auch noch im nächsten Jahr gefördert werden können. Die Gemeinde hat auch noch einen Zuschuss aus einer anderen Quelle im Blick.

Wallenhorst und Reiners sind zuversichtlich, dass der Bau des Turms nicht am Geld scheitert, auch wenn sich zurzeit Bauprojekte aller Art wegen der Baukonjunktur und allgemein steigender Kosten verzögern und verteuern.

„Wir haben die Planung angestoßen und unterstützen das Projekt nach unseren Möglichkeiten. Inhaltlich hat keinerlei Bedenken gegeben“, stellt der Vorsitzende des Bürgervereins Hohenböken fest.