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Bundesweiter Vorlesetag Werder-Präsident liest in Bookholzberg vor Grundschülern

Von Katja Butschbach | 20.11.2015, 12:49 Uhr

Eine Schulstunde gespanntes Lauschen in der Grundschule Bookholzberg: Am Vorlesetag präsentierten Gäste den 13 Klassen unterschiedlichste Geschichten.

Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, die Lesepaten der Schule, Marion Daniel (FDP), stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler und die Landtagsabgeordneten Ansgar Focke (CDU) und Christian Dürr (FDP): Sie alle haben am Freitagvormittag in der Grundschule Bookholzberg Kindern vorgelesen. Alle 13 Klassen haben am bundesweiten Vorlesetag auf Initiative der Wochenzeitung „Die Zeit“ und der Stiftung Lesen spannende Geschichten gehört.

Auch Profi-Fußballer haben Sorgen

Vor der Sport-AG der Grundschule las Hess-Grunewald aus einem Werder-Buch Geschichten von Spielern vor. Anhand von Zlatko Junuzovics Geschichte – seine Eltern waren vor dem Bosnienkrieg geflohen – ging er auf die aktuelle Flüchtlingssituation ein und zeigte, dass auch berühmte Profifußballer normale Menschen mit Sorgen sind. Wie stark Heimweh sein kann, zeigte er mit Santiago Garcias Geschichte, der 12000 Kilometer entfernt von seiner Heimat in Südamerika in Europa Profispieler werden wollte. Am Ende gab es für die Fußballfans – und auch ihre Freunde und Verwandten – Autogramme des Werder-Präsidenten.

Bürgermeisterin liest auch, um Kinder zu motivieren

Auch für Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas war es selbstverständlich, dass sie vorlesen wollte: „Ich finde Lesen sehr wichtig“, sagte sie. Es sei die Grundlage für Bildung. Der Tag könne die Kinder motivieren, auch selbst zu lesen. Sie hatte sich auf Empfehlung der Schule eine Passage in dem Buch „Achtung, die Herdmanns sind zurück“ vorgenommen – „es geht um Halloween“, sagte sie.

Wichtige Säule in der Leseförderung

Schulleiterin Dörte Lohrenz freute sich über den festen Stamm an Vorlesern, die regelmäßig am Vorlesetag in ihre Schule kommen. Der Tag sei „eine wichtige Säule in unserer Leseförderung“. Er bringe das Lesen ins Bewusstsein und sei ein Baustein, der die Kinder zum eigenen Handeln anregen könne. Es sei besonders motivierend, dass jemand von außen komme und den Kindern vorlese.

„Lieb gewordene Tradition“

Büchereileiterin Sigrid Kautzsch stelle vor dem Tag eine Tasche mit Büchern zur Verfügung, manche Vorleser bringen Lohrenz zufolge aber auch selbst Bücher mit. Für die ganz Kleinen gab es auch Bilderbuchkino – diesmal vorgetragen von Marion Daniel und Christel Zießler. Seit rund zehn Jahren gibt es die Aktion an der Grundschule. „Es ist eine lieb gewordene Tradition“, sagte die Schulleiterin.