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Café und Bistro in Bookholzberg Gasthaus am Hasbruch schließt wieder seine Pforten

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 21.09.2017, 11:25 Uhr

Vor zwei Jahren wurde das Café und Bistro Am Hasbruch in Bookholzberg eröffnet. Zum 27. September schließt es wieder. Besitzer Martin Artan nannte familiäre Gründe.

Schlechte Nachrichten für alle diejenigen, die gerne ins Café und Bistro Am Hasbruch in Bookholzberg zu Frühstück, Kaffee und Kuchen oder großen Feiern eingekehrt sind: Die Gaststätte an der Hedenkampstraße mit einer über hundertjährigen Tradition schließt zum 27. September wieder seine Pforten. Das hat Besitzer Martin Artan auf dk-Nachfrage mitgeteilt. Sein Vater, Chefkoch des Hauses, sei erkrankt und könne künftig nicht mehr weiterarbeiten, nannte der 34-Jährige den Grund für die Schließung des Familienbetriebes. Darüber hinaus müsse er Rücksicht auf die gesundheitliche Verfassung seiner Mutter nehmen, die ebenfalls im Unternehmen mitarbeitet.

Noch zwei Feiern geplant

Wirtschaftliche Gründe hätten nicht zu der Entscheidung geführt, das direkt am Wald gelegene Lokal zu schließen, das früher unter anderem als Waldgasthof, als Landhaus Hasbruch, als „Perle im Verborgenen“, „Sommerfrische“ und zwischendurch auch als lange Zeit leer stehender Schandfleck bekannt war. Im Gegenteil: Er sei sehr zufrieden. Vor allem das Frühstücksbüfett sonntags sei sehr gut angenommen worden. Darüber hinaus hätten sehr viele Menschen groß im Café und Bistro gefeiert. „Vor Kurzem gab es hier noch eine Hochzeit mit 120 Personen“, sagt Artan, der jetzt noch zwei Feiern als geschlossene Gesellschaften vor sich habe und zum Schluss noch einmal die Bookholzberger und Grüppenbührener Plattsnacker samt Zuhörer bewirtet.

Inventarverkauf am 27. September

Am Mittwoch, 27. September, sollen die Pforten dann aber endgültig geschlossen werden. Ab 18 Uhr will er sein restliches Inventar von Gemälden über Lampen bis hin zu Dekoartikeln verkaufen. Wer Interesse hat, könne dazukommen.

Viel Geld, Arbeit und Energie ins Gasthaus gesteckt

Leicht sei ihm diese Entscheidung nicht gefallen, zumal es im Sommer noch einmal einen Schub an Gästen, an Wanderern und Spaziergängern gegeben habe. Darüber hinaus habe die Familie viel Geld, Arbeit und Energie in das Gasthaus gesteckt und unter anderem den Terrassenbereich vergrößert und die Küche ausgebaut.

Artan ab 15. Oktober beim „Zorbas“

 Am 1. Oktober 2015 hatte der Gastronom das Café und Bistro als Familienbetrieb mit seinen Eltern eröffnet. Unterstützt wurde er zuletzt von sechs Aushilfskräften, die allerdings nicht fest angestellt seien. Artan, der auch künftig auf eine Zusammenarbeit mit Familienmitgliedern setzt, will ab 15. Oktober beim „Zorbas“ in Hude mitwirken, den Frühstücksbereich übernehmen und dadurch Onkel und Cousin unterstützen.

Zukunft des Hauses noch nicht geklärt

Was aus dem Gasthaus zukünftig wird, ist bislang noch nicht geklärt. Schlemin Tezel, Inhaber der Immobilie, wollte gegenüber dem dk nichts dazu sagen, wie und ob es mit dem Traditionsgasthaus weitergeht.

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