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CDU diskutiert mit Elternvertretern Engpass bei Betreuungsplätzen im Hort beklagt

Von Dirk Hamm | 25.08.2016, 15:25 Uhr

Wo drückt den Eltern von Kindergartenkindern und Schülern in der Gemeinde Ganderkesee der Schuh? Das wollte die örtliche CDU am Mittwochabend in einem Gespräch mit den Elternvertretern abklopfen. Dabei blieben die Christdemokraten beinahe allein unter sich.

„In dieser Zeit ist es für die Parteien schwierig, Veranstaltungen zu machen, die Leute wollen einfach draußen sitzen und grillen“, gab Gemeindeverbandsvorsitzende Cindy Klüner zu bedenken. Sie wollte von den Gästen „die Juckepunkte“ erfahren, wo es hinsichtlich der Kinderbetreuung in den Ganderkeseer Einrichtungen Verbesserungsbedarf gibt. Immerhin waren mit Timo Spille der Gemeindeelternratsvorsitzende und Christian Fischer ein weiterer Elternvertreter erschienen, um einige Defizite anzusprechen.

Versorgungsknick bei Betreuungsplätzen nach Wechsel auf Schule

So wies Spille auf massive Engpässe beim Hortangebot hin, die Zahl der vorhandenen Plätze sei deutlich geringer als die Nachfrage. Hier bestehe anders als bei den Kitas kein Rechtsanspruch, und so komme es zu einem empfindlichen Knick in der Versorgung nach dem Wechsel vom Kindergarten in die Schule. „Da lässt man die Eltern vor die Wand laufen“, beklagte Spille. „Dass die Warteliste für den Hort so lang ist, ist uns von der Gemeinde so nicht dargestellt worden. Da müssen wir ran“, räumte Klüner ein.

Kosten von Verbesserungen nicht auf Eltern abwälzen

Als unzureichend wurde der Betreuungsschlüssel von 1 zu 12,5 in den Kindergartengruppen kritisiert. Spille regte die Gründung eines Arbeitskreises an, der Lösungen erarbeite, etwa eine Reduzierung der Gruppengrößen im Kindergarten von 25 auf 20 oder den Einsatz einer dritten Fachkraft. Bei der Finanzierung müsse die Gemeinde entsprechende Prioritäten setzen, eine Abwälzung der Kosten auf die Eltern dürfe es nicht geben.