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CDU hält Wassermulden für gefährlich Gefahr für Kinder in Ganderkeseer Neubaugebiet?

Von Reiner Haase | 01.10.2015, 16:10 Uhr

Die CDU Ganderkesee stuft die Mulden für Regenwasser im Neubaugebiet Südfeld als Gefahr für Kleinkinder ein. Der Versicherer der Gemeinde wird eingeschaltet.

Im Neubaugebiet Südfeld/Neddenhüsen sorgt der Wasserabfluss bei starkem Regen für Verdruss. CDU-Fraktionschef Dietmar Mietrach beklagte am Mittwochabend im Ausschuss für Straßen und Verkehr, dass in den angelegten Mulden, in denen das Wasser allmählich versickern soll, manchmal tagelang Wasser so hoch stehen bleibe, dass Kleinkinder gefährdet werden.

Bis 30 Zentimeter Tiefe

Die Verwaltung sehe diese Gefahr nicht, betonte Peter Meyer, der Leiter des Fachbereichs Gemeindeentwicklung. Die Mulden seien so gebaut, dass Wasser spätestens bei 30 Zentimetern Tiefe zum unterirdischen Versickern in Rigolen laufe. Rigolen sind geschlitzte Rohre, die das Wasser allmählich ins Erdreich abgeben. „Die dezentrale Versickerung entspricht unserem Erschließungskonzept und ist auch Stand der umweltpolitischen Diskussion“, betonte Meyer. Er bot an, den Unfallversicherer der Gemeinde prüfen zu lassen, ob die Mulden als gefährlich einzustufen sind.

Falsche Pflasterungen

Meyer berichtete im Ausschuss, dass mehr Regenwasser als geplant in die Mulden fließt. Den Schwarzen Peter dafür schiebt er Bauherren zu, die das Gebot missachten, auf ihrem Grundstück anfallendes Wasser vor Ort versickern zu lassen. Garagenzufahrten und andere Versiegelungen seien entgegen diesem Gebot mit Gefälle zu den öffentlichen Verkehrsflächen gepflastert worden.

Becken schon nachgebessert

Die Folge: Mehr Wasser als vorab errechnet strömt an den Verkehrsflächen entlang in Richtung der tiefer liegenden Straße Neddenhüsen. Das Rückhaltebecken dort ist deswegen schon mit zusätzlichen Wasserbremsen aus senkrecht stehenden Betonplatten ausgestattet worden.