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CDU-Landtagsfraktionschef in Ganderkesee Thümler will eine Milliarde Euro für Breitbandausbau ausgeben

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 27.09.2017, 19:32 Uhr

Das Land habe bisher 60 Millionen Euro für den Breitbandausbau ausgegeben. Sollte die CDU in Niedersachsen an die Regierung kommen, soll eine Milliarde zur Verfügung gestellt werden. Das hat Björn Thümler, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und designierter Minister für Digitalisierung und Finanzpolitik, am Mittwoch beim Informationsbesuch in der Ideentischlerei Sandkuhl in Ganderkesee betont.

Das Thema Breitbandausbau gehöre zur Daseinsversorgung. Das gelte auch für denjenigen, „der im Oberharz auf dem Berg sitzt“, erklärte Thümler, der die beiden CDU-Landtagskandidaten Anne-Marie Glowienka (Wahlkreis 64, Oldenburg-Land) und MdL Karl-Heinz Bley (Wahlkreis 66, Cloppenburg-Nord) auf ihrer Wahlkampftour begleitete. Darüber hinaus kündigte er an, als Minister das Funknetz weiter auszubauen, und nannte dabei die Esten als Vorbild.

Sandkuhl-Geschäftsführer Carsten Wichmann sagte, er habe aktuell nicht den höchsten Leidensdruck und sehe noch keinen finanziellen Vorteil, sich an die Glasfaserleitung anschließen zu lassen, die direkt vor seinem Unternehmen entlanglaufe. Der Anschluss über die Kupferleitung reiche derzeit noch aus, um E-Mails, Fotos und auch Zeichnungen sowie andere Daten mit bis zu 30 Megabit zu versenden. Er weiß aber auch: „Die Datenmengen werden künftig nicht weniger.“ Und dann gebe es immer noch die Möglichkeit, die Glasfaser zu nutzen.

Auf Glowienkas Frage, ob bei den 33 Firmenmitarbeitern wegen der zunehmenden Digitalisierung Ängste zu spüren gewesen seien, entgegnete Wichmann, das sei auch bei den Älteren kein Thema. Er sieht allerdings beim Umgang mit dem Smartphone zukünftig ein gesellschaftliches Problem – „weil die Kommunikation untereinander leidet“.