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Cetex-Rheinfaser wächst stetig Ganderkeseer Unternehmen stärkt den JadeWeserPort

Von Sonia Voigt | 07.04.2015, 21:55 Uhr

Viskose- und Polyesterfasern, vor allem aus Fernost, gehen über Ganderkesee an europäische Unternehmen. 2014 hat die Firma 32000 Tonnen Ware umgesetzt. Nun soll das Team wachsen.

Auch wenn der Name Cetex-Rheinfaser nicht jedem Ganderkeseer etwas sagt: Die Viskose- und Polyester-Stapelfasern, mit denen das an der Handelsstraße ansässige Unternehmen handelt, finden sich in jedem Haushalt. Die Firma hat sich auf den Import der Fasern spezialisiert und vertreibt sie weiter an Zulieferbetriebe und Hersteller von so unterschiedlichen Produkten wie Haushaltstüchern, Steppdecken, Autopolstern oder Feuchttüchern. Und das mit wachsendem Erfolg: Setzte das Unternehmen 2013 noch 27000 Tonnen Ware um, waren es 2014 schon 32000 Tonnen.

Mit der Arbeit wächst das Team

„Das Arbeitsvolumen nimmt zu, deshalb suchen wir aktuell auch Verstärkung für unsere Verwaltung in den Bereichen Logistik und Sekretariat“, erklärt Geschäftsführer Gernot Gonschorek. 14 Mitarbeiter beschäftigt das 2002 aus den Firmen Cetex-Chemiefaser und Rheinische Faser hervorgegangene Unternehmen an seinem Standort im Ganderkeseer Gewerbegebiet. „Dieses Jahr feiern wir 50-jähriges Jubiläum“, erklärt Gonschorek. Die in Bremen gegründete, aber bald nach Ganderkesee umgesiedelte Cetex-Chemiefaser Import und Export GmbH besteht seit 1965.

Rohstoffe kommen aus Südkorea und China

Auf Im- und Export basiert das Geschäft bis heute, die Rohstoffe bezieht Cetex-Rheinfaser überwiegend aus asiatischen Ländern wie Südkorea und China. Die Kunden sitzen etwa zur Hälfte in Deutschland, viele aber auch in Nachbarländern wie Polen oder Tschechien.

Spediteur überbrückt 87 Kilometer bis zum Tiefseehafen

Neu ist, dass der Rohstoffhändler seine Container über den Tiefseehafen Wilhelmshaven erhält, statt wie bisher über Bremerhaven oder Hamburg. „Wir wollen damit auch den JadeWeserPort stützen“, sagt Gonschorek, der sich die Geschäftsführung mit Malte Smolna teilt. Ende März sind die ersten acht Großcontainer aus Xiamen, China, in Wilhelmshaven gelandet und vom Bremer Spediteur International Freightbridge (IFB) die 87 Kilometer nach Ganderkesee transportiert worden. Die nächsten gehen am 14. April in China auf die Reise.

Unternehmen setzt Zeichen für JadeWeserPort

„Diese Verschiffung ist auch für uns eine Premiere, der viele weitere nach Wilhelmshaven folgen werden“, sagt Florian Martin von IFB. Deutschlands einziger Tiefseehafen werde sicher bald seine strukturellen Vorteile ausspielen. Als solche nennt Mikkel Andersen, Geschäftsführer des Hafenbetreibers EUROGATE, kurze Wege und schnelle Truckabfertigung, die für kurze Lieferzeiten sorgen. Noch müssten Spediteure den Hafen zwar teilweise leer anfahren, was Mehrkosten verursache, sagt Gonschorek – aber seine Firma wolle mit ihrer Entscheidung auch ein Zeichen für den JadeWeserPort setzen.