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Cindy Klüner neue Vorsitzende CDU Ganderkesee will Bürger mitgestalten lassen

Von Thorsten Konkel | 24.06.2015, 09:21 Uhr

Cindy Klüner ist am Montagabend zur neuen Vorsitzenden des Ganderkeseer CDU-Gemeindeverbandes gewählt worden. Die 38-Jährige will die Parteiarbeit neu gestalten. Wie, das erklärt sie im dk-Interview.

.Frau Klüner, der verjüngte CDU-Vorstand werde vieles neu gestalten, haben Sie erklärt. Was bedeutet das konkret?

Cindy Klüner: Die Demokratie lebt vom Mitmachen. Wir müssen unsere Bürger dazu besser erreichen und motivieren. Darum wird es bald mehr themenorientierte Veranstaltungen geben. Schon im Juli wollen wir eine zur Schulpolitik abhalten. Und hoffentlich schon bald nach den Sommerferien eine zur Flüchtlingsunterbringung in der Gemeinde Ganderkesee.

 Welche Themen haben Sie sich gesetzt? 

Zum einen, die Politik erlebbar zu machen, um mehr Bürger anzusprechen. Wir könnten unseren Bürgern etwa zeigen, wie wir zu unseren Entscheidungen kommen, und sie bei dieser Entscheidungsfindung mitnehmen. Das kann mit Vor-Ort-Terminen, wenn es um Straßenausbau oder Wohngebiete geht. Ein wichtiger Schwerpunkt ist für uns die Flüchtlingsunterbringung, diese muss schonend und mit viel Überzeugungsarbeit gemacht werden. Auch die Schulpolitik, ein gesunder Haushalt und der Erhalt des Einzelhandels mit seiner Vielfalt in den Zentren sind ebenso wichtige Felder wie der Kita-Ausbau. Die Gemeinde Ganderkesee muss lebenswert bleiben.

 Trotz des Richtungsentscheids waren nur 23 Wahlberechtigte am Montagabend anwesend. Wie steht es um die Bindung ihrer Mitglieder?  

Mich hat dies sehr erschreckt. Ich weiß noch keinen Königsweg, aber wir werden uns im Vorstand sehr intensiv mit den Möglichkeiten auseinandersetzen. Ich hoffe, dass in Zukunft allein durch die Neuwahl des Vorstands bei den Mitgliedern schon eine gewisse Neugier geweckt wurde. Wir hoffen, auf einer nächsten Veranstaltung mehr Mitglieder begrüßen können.

 Wie wird Lokalpolitik denn für Ganderkesees Jugend interessant?  

Durch Teilhabe. Wir wollen die jungen Leute an ihren Orten abholen und ihnen zeigen, wie Politik gelebt wird. Wir werden abends auf Schulhöfe und an die Orte gehen, wo sich junge Leute treffen. Dort möchten wir erfahren, was ihnen gefällt und was nicht. Gibt es Probleme, möchten wir mit ihnen nach praktikablen Lösungen suchen. Auch sollen mehr neue Medien zur Kommunikation genutzt werden. Wir haben seit Kurzem einen neuen Internetauftritt. Ebenfalls wollen wir Facebook stärker einsetzen.

 In die Kommunalwahl 2016 starten Sie mit dem Willen, die CDU solle stärkste Fraktion im Gemeinderat werden. Wie wollen sie die Wähler überzeugen? 

Durch klare Aussagen, starke und gute Kandidaten. Und natürlich auch durch die bis dahin geleistete Arbeit unserer Rats- und Kreistagsmitglieder.