Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

„Dank ist unser Lohn“ Neue Führung bei der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee

02.07.2015, 18:56 Uhr

Mit Axel Hollmann und Matthias Torunski stehen demnächst zwei Ganderkeseer Urgewächse an der Spitze der Feuerwehr. Schon im Kindesalter haben sie sich dort bewährt – zunächst im Spielmannszug. von Alexander Schnackenburg

Die Freiwillige Feuerwehr Ganderkesee rückt demnächst mit neuer Führungsspitze an. Zur Monatsmitte übernimmt Axel Hollmann den Posten des Ortsbrandmeisters, Matthias Torunski jenen des stellvertretenden Ortsbrandmeisters. Die passende Einstellung bringen beide zweifelsohne mit. Der Ein- und Austritt sei freiwillig, der Rest Pflicht, zitiert Hollmann einen der Grundsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Außerdem, so der 46-jährige Vater vierer Kinder, müsse es im Leben eben noch mehr geben als „nur“ Arbeit und den Fernseher.

120 Einsätze im laufenden Jahr

Arbeit bereite indes auch das ehrenamtliche Engagement bei der Feuerwehr nicht gerade wenig. So träfen sich die Kameraden mindestens einmal wöchentlich zu Versammlungen oder auch, um ihre Kenntnisse aufzufrischen, berichtet Torunski. Noch schwerer aber wiegen die Einsätze: Ihrer zählte die Freiwillige Feuerwehr Ganderkesee allein im laufenden Jahr bereits 120, viele davon nachts, die meisten wegen Sturmschäden, in deren Folge es für die Kameraden galt, beispielsweise umgestürzte Bäume zu beseitigen oder Fluchtwege frei zu räumen.

Seit der Kindheit bei der Feuerwehr

Doch auch mit großen Brandeinsätzen, schweren Unfällen und Todesfällen kennen sich Hollmann und Torunski mittlerweile aus eigener Anschauung genau aus. Beide stammen aus Ganderkesee, beide arbeiten in der Gefahrengut-Sparte der Feuerwehr als Ausbilder, beide gehören seit ihrer Kindheit dazu, traten schon früh in den Musikzug ein.

„Unsere Freiheit für Ihre Sicherheit“

„Unsere Freiheit für Ihre Sicherheit“, lautet ein Grundsatz der Feuerwehrleute. Hollmann und Torunski leben ihn seit jeher. „Viele Jungs wollen Lokführer, Astronaut oder eben Feuerwehrmann werden“, erinnert sich Torunski an seine Kindheit: „Ich bin dann eben bei der Feuerwehr gelandet – als Freiwilliger.“ Seinen Lebensunterhalt verdient Torunski bei den Stadtwerken Delmenhorst, Hollmann als Elektroingenieur.

Dank der Menschen ist der Lohn

Anders als in ihren Berufen gilt bei der Feuerwehr: „Der Dank der Menschen ist unser Lohn“, wie Torunski sagt. Hollmann schwärmt von jenen Begegnungen mit wieder genesenen Kindern, die er einst mit seinen Kameraden vor einem Brand hat retten können und die den Feuerwehrleuten ihre verheilten Wunden präsentierten: „Von solchen Momenten zehren wir!“, sagt er.

Weitere Mitglieder willkommen

Für ihre sechsjährige „Amtszeit“ im Dienste der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee wünschen sich Hollmann und Torunski noch mehr Kameraden. Zwar sei die Feuerwehr mit ihren allein 86 aktiven Kräften ausreichend besetzt. Wer aber dazu gehören möchte, ist herzlich willkommen.