Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Debatte über Schulstandort in Hude Katholische Grundschule zieht es nach Hude-Süd

Von Reiner Haase | 13.03.2015, 16:37 Uhr

Mit Hude-Süd ist ein dritter Standort für die katholische Grundschule in der Debatte. Der Neubau würde die Gemeinde mit 350000 Euro belasten.

Die Zukunft der kleinen, aber allseits als fein eingestuften katholischen Grundschule Hude bleibt in der kommunalpolitischen Debatte. Die Existenzberechtigung der Schule stellt niemand in Frage; es geht um den künftigen Standort. Im Schulausschuss des Gemeinderats steht am Montag, 23. März, als neuer Vorschlag ein Neubau auf dem Gelände der Grundschule Hude-Süd zur Debatte.

Der bisherige Schulstandort ist strittig, seitdem Baufachleute das Gebäude an der Ulmenstraße genau untersucht haben, das die zweiklassige Grundschule mitnutzt. Die Sanierung des gesamten Gebäudes würde Schätzungen zufolge 750000 Euro kosten. Würde nur der von der Schule genutzte Teil angefasst, schlüge das immer noch mit 350000 Euro zu Buche.

Als alternativer Standort war bisher ein Gebäudeteil der Schule Hohelucht im Gespräch, der für die Grundschule mit zwei Klassenräumen, zwei Gruppenräumen, einem Lehrerzimmer mit Bürobereich und einer WC-Anlage umgebaut werden müsste. Die Umbaukosten werden auf knapp 880 000 Euro geschätzt. Abzuziehen wäre nach Kalkulation der Gemeindeverwaltung ein möglicher Erlös aus dem Verkauf des Grundstücks Ulmenstraße in Höhe von knapp 400000 Euro. Es bliebe ein Investitionsbedarf von rund 480000 Euro.

Dagegen haben allerdings die Lehrer und Eltern der katholischen Grundschule erhebliche Bedenken; befürchtet wird unter anderem, dass die kleineren Grundschüler von älteren Jahrgängen im gleichen Gebäudekomplex untergebuttert würden. Ein Arbeitskreis wurde gegründet, und der hat den Vorschlag des Neubaus bei der Grundschule Süd unterbreitet. Ein Neubau auf einer freien Fläche zur Danziger Straße hin schlüge abzüglich des Verkaufserlöses fürs Grundstück Ulmenstraße mit gut 350000 Euro zu Buche.