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Debatte um Asylbewerber „Steinkimmen besserer Standort für Flüchtlinge“

Von Thomas Deeken | 02.07.2015, 08:24 Uhr

Christian Marbach von der Fraktion UWG/Marbach hat davor gewarnt, den Rethornern in der Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen falsche Versprechungen zu machen. Es sei schlichtweg nicht bezahlbar, im Haus Cristina in Rethorn nur 20 Flüchtlinge unterzubringen, erklärte der Politiker in einer Mitteilung.

Der Ganderkeseer Ratsherr bezog sich dabei auf die Debatte im jüngsten Sozialausschuss Mitte Juni. Es sei nicht ratsam, den Rethornern das Gefühl zu geben, dass ihr Wunsch nach maximal 20 statt 50 Flüchtlingen eine große Chance auf Umsetzung habe.

Austausch mit Bürgermeisterin

Marbach reagierte damit auch auf Informationen der Koordinierungsgruppe um Klaus Jakubowski und des Ortsvereins Rethorn, die sich Anfang der Woche mit Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas ausgetauscht hatten. Laut Jakubowski strebt die Gemeindeverwaltung eine Belegung des Hauses Cristina mit 20 bis 25 Flüchtlingen an und überlegt dazu verschiedene Modelle. Möglich sei beispielsweise die Nutzung nur eines Gebäudeteils für Flüchtlinge, während der andere Teil des Hauses anderen Zwecken dienen könnte. Möglich seien aber auch ganz andere Dinge. „Eine einklagbare Garantie für die Zahlenbegrenzung aber wollte die Bürgermeisterin nicht geben“, teilte Jakubowski mit, der am Donnerstag, 2. Juli, mit einer Gruppe von Rethornern in den Sozialausschuss kommen will, um weitere Fragen zu stellen.

Am Donnerstag, 2, Juli, Sozialausschuss

Das ist in der Einwohnerfragestunde auch möglich. Auf der Tagesordnung der Sitzung, die um 18 Uhr im Rathaus beginnt, steht das Thema Flüchtlingsunterbringung allerdings nicht.

Marbach erinnert in seiner Mitteilung außerdem noch einmal an den Vorschlag seines Fraktionskollegen Otto Sackmann, der das Angebot der Viasol Steinkimmen in die Diskussion eingebracht hatte. Auf der Basis eigener Berechnungen sei das Angebot der Viasol gegenüber dem Standort Rethorn das bessere, so Marbach. Dabei bezieht er sich unter anderem auf das Komplettangebot mit Unterbringung, Freizeitmöglichkeiten, Betreuung und Versorgung für mindestens 50 Flüchtlinge.