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Delmenhorsterin sauer auf Türsteher Ärger um Einlass beim Büttenabend in Ganderkesee

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 02.02.2016, 08:01 Uhr

Ärger beim vierten Büttenabend in Ganderkesee: Eine Delmenhorsterin wollte in der Nacht nur kurz nach draußen gehen, musste sich dann aber in der Schlange hinten anstellen, um hineinzukommen – obwohl sie ein Tanzband vorzeigen konnte.

Anna-Katharina Piene ist sauer: Eigentlich wollte die Delmenhorsterin am Samstag nach dem Büttenabend-Programm in der Faschingsfesthalle mit Freunden noch richtig feiern. Doch als sie gegen 0.30 Uhr kurz nach draußen wollte, um einem Bekannten eine Eintrittskarte zu geben, wurde sie eigenen Angaben zufolge trotz Tanzband nicht sofort wieder hineingelassen. Sie sollte sich hinten anstellen, hieß es seitens der Türsteher – „noch hinter den vielen Kohlfahrt-Gästen, die zur Fete wollten“, so die Delmenhorsterin gegenüber dem dk. „Und das, obwohl ich eine gültige Eintrittskarte und ein Tanzband hatte.“ Ralf Hüttemeyer, Pressesprecher der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), bedauerte den Vorfall.

Ohne Mantel draußen im Regen gestanden

Laut Anna-Katharina Piene gab es keinerlei Vorab-Informationen, dass man nach dem Verlassen des Saales keine Berechtigung mehr auf einen direkten Eintritt habe. Sie habe dem Türsteher sogar noch gesagt, dass sie schon nach kurzer Zeit wiederkommen wolle, sagte die Frau. Ohne Mantel, Tasche und Handy habe sie sich aber dann draußen bei Regen und Sturm anstellen müssen. Nach etwa 30 Minuten Wartezeit sei sie schließlich mit ihrem Freund, der sie inzwischen gesucht hatte, verärgert per Taxi nach Hause gefahren.

Nachts großer Anstrum

GGV-Vizepräsident Henning Adler betonte auf Nachfrage, „dass wir niemand erschrecken oder verärgern wollen“. Er wies aber auch darauf hin, dass es „aus reinen Sicherheitsgründen“ und um die Übersicht nicht zu verlieren grundsätzlich die Regel gebe: „Wer die Veranstaltung verlässt, muss sich hinten anstellen.“ Nachts sei der Ansturm an Gästen vor der Festhalle derart groß, dass nur Besucher reindürfen, wenn andere hinausgehen. Es sei denn, man habe sich im Vorfeld vor dem Verlassen des Gebäudes ganz genau mit dem Ordner abgestimmt. Das sei möglicherweise nicht deutlich genug passiert, so Adlers Vermutung. Sonst könne er sich den Vorfall nicht erklären, zumal er den Sicherheitsdienst als sehr umgänglich kenne.

Dem Faschingspräsidium sei allerdings stets daran gelegen, Ärger aus dem Weg zu räumen. „Man kann uns ja über Facebook erreichen oder – besser noch – eine Mail an info@fasching-ganderkesee.de schicken“, so Adler.