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Der Population auf die Sprünge helfen Ganderkeseer setzt Fasane in der Natur aus

Von Kristina Roispich | 03.05.2017, 08:28 Uhr

Um dem immer kleiner werdenden Bestand an Fasanen entgegenzuwirken, hat der Ganderkeseer Bernhard Bücking nun zehn befruchtete Hennen in der Natur ausgesetzt.

Mit den Hennen sind auch zwei Hähne ausgesetzt worden. „Die passen ein bisschen auf“, sagt Bücking. Pro Tier investierte er aus eigener Tasche 20 Euro. Aufgezogen wurden die Tiere in Dünsen und in Klein Henstedt in der Gemeinde Harpstedt.

Beim Freilassen der Tiere half Hegeringleiter Jan-Bernd Meyerholz. Und die konnten es kaum erwarten, auf der Holzkiste in die Natur zu hüpfen und zu fliegen. Auf dem Gelände beim Brookdamm würden ein kleiner Buchenwald und ein Roggenfeld nebenan Deckung und Schutz bieten, so Bücking. Zudem wurde dort, wo die Tiere ausgesetzt wurden, Weizen als Futter verstreut.

„Anzahl auf einem sehr niedrigen Niveau“

„Die Anzahl der Fasane hat sich in den letzten Jahren gehalten, sie ist nicht schlechter geworden. Aber sie ist auf einem sehr niedrigen Niveau “, betont Meyerholz. „Der jahrelange Rückgang rührt daher, dass die Fasane während der ersten Lebenstage nichts zu fressen haben. Die Küken müssen sich selbst versorgen und brauchen tierisches Eiweiß von Käfern oder Fliegen.“ Und da diese immer weniger vorzufinden seien, schafften es die Fasane nicht, sich zu ernähren.

„Wir versuchen jetzt, den Bestand zu vergrößern“, so der Landwirt. Dazu seien in der Gemeinde Ganderkesee bereits 15 Hektar Blühstreifen angelegt worden, die die Nahrung für die Vögel sicher stellen sollen.

Und auch einen Tipp für die anderen Landwirte hat Meyerholz: einfach mal eine Schaufel mit Mist liegenlassen und nicht alles direkt wegräumen. Denn in dem Mist würden sich Käfer und Fliegen entwickeln, von denen sich die Fasane dann ernähren könnten.