Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Dibaba und von Rothkirch zu Gast „Gannerseer Jungs“ spielen sich fürs Hospiz die Bälle zu

Von Sonia Voigt | 15.03.2015, 19:49 Uhr

Als Duo standen Yared Dibaba und Alexander von Rothkirch noch nie auf der Bühne, doch Wortwitz und Musik der beiden Wahl-Hamburger harmonieren gut. Dank ihres Einsatzes freut sich das Laurentius Hospiz auf über 2000 Euro.

Plattdeutscher Wortwitz und stimmungsvolles Gitarrenspiel, gewürzt mit persönlichen Ganderkesee-Anekdoten: Mit dieser Mischung haben Moderator Yared Dibaba und Musiker Alexander von Rothkirch gestern rund 200 Ganderkeseern in der Mensa am Steinacker einen unterhaltsamen Nachmittag beschert. Und das für einen guten Zweck: Der gesamte Erlös, mindestens 2000 Euro, kommt dem Laurentius Hospiz Falkenburg zu, dessen Schirmherr Dibaba ist.

Hospizteam zeigt sich überwältigt

„Wir sind überwältigt, dass wir bei der ersten richtigen Benefizveranstaltung für das Hospiz so ein volles Haus haben“, freute sich Pflegedienstleiter Andreas Wagner-Neidig. Mit seinem Team, dem Hospiz-Förderverein sowie Ehrenamtlichen informierte er über die Arbeit des stationären Hospizes. Schirmherr Dibaba berichtete beeindruckt von der positiven, gastfreundlichen Stimmung im Hospiz. „Der erste Besuch war eine Offenbarung für mich“, sagte Dibaba, der als Jugendlicher am Dach des Laurentiushauses mitwerkelte. Mit dem anrührenden Lied „Arms open wide“, das er auf dem Weg zu seiner sterbenskranken Tante schrieb, nahm Songwriter von Rothkirch den Faden auf.

Erinnerungen an Schulzeit in Ganderkesee

Überhaupt spielten sich die „Gannerseer Jungs“, beide Wahl-Hamburger, bei ihrem ersten Duo-Auftritt in nachdenklichen wie in lustigen Momenten gekonnt die Bälle zu. Dabei ging es etwa um von Ganderkeseer Lehrern verhängte Strafarbeiten, so von Rothkirchs Aufsatz über den Prager Fenstersturz, nachdem ein Mitschüler aus dem Fenster flog, und Dibabas 100-fache Abschrift des Satzes „Ich darf keine Stinkbomben in die Klasse schmeißen“.

Dank für gezahlte GEZ-Gebühren

Mit seinem ersten Lied „You make me wanna get high“, das er mit 19 Jahren in Neuseeland schrieb, dankte von Rothkirch seinen Eltern im Publikum für die ermöglichte Auslandsreise. „Dann muss ich mich eigentlich bei Ihnen für die gezahlten GEZ-Gebühren bedanken“, konterte Dibaba – denn dank dieser reise er seit Jahren durch die Welt. Zum Lohn schilderte der Autor und Fernsehmacher den erfreuten Gästen skurrile Reisebegegnungen.

So eingestimmt, jubelten die Zuhörer bereitwillig für ein Selfie-Handyfoto und Video, um auf Dibabas Facebook (oder wie er sie nennt: Fratzenbook)-Seite „das beste Publikum der Welt“ zu zeigen.