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Elektromobilität Dieses Auto elektrisiert Berufsschüler im Kreis Oldenburg

Von Michael Korn | 01.10.2019, 22:05 Uhr

Nachhaltige Mobilität als praktisches Thema im Unterricht: An den berufsbildenden Schulen des Landkreises Oldenburg wird laut einer Mitteilung seit Anfang des Jahres ein Elektrofahrzeug als Dienstfahrzeug für Hausmeistertätigkeiten eingesetzt.

Hierfür wurde im Rahmen des Projektes „Nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum – Nutzung von Bürgerautos im Landkreis Oldenburg“, das durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert wird, ein Renault Kangoo Z.E. erworben. Das Fahrzeug wird auch im Bereich Fahrzeugtechnik als Unterrichtsgegenstand zur Ausbildung von Kraftfahrzeug-mechatronikerinnen und -mechatronikern genutzt.

Maxi-Mobil

Als sogenanntes „Maxi“-Modell mit einer großen Ladefläche und zwei Sitzplätzen ausgestattet sowie einer seitlichen Schiebe- und zwei Hecktüren, ist das Fahrzeug perfekt für die Bedürfnisse bei handwerklichen Tätigkeiten und für Transportzwecke ausgelegt.

Alternative Antriebsart

Einmal die Woche wird den Angaben zufolge das Elektrofahrzeug zudem im Unterricht eingesetzt. Die Schülerinnen und Schüler lernen durch das Fahrzeug eine alternative Antriebsart kennen, informieren sich über den speziellen Umgang mit Elektrofahrzeugen bei Pannen oder Unfällen und vollziehen Funktionskontrollen durch.

Großer Zugewinn

Einem Erfahrungsbericht von Joachim Haucke, verantwortliche Lehrkraft an den berufsbildenden Schulen, ist zu entnehmen, dass die Arbeit mit dem Elektrofahrzeug des Landkreises im Unterricht dafür sorge, dass die Schüler die Inhalte mit noch mehr Elan aufnehmen würden. „Der reale Umgang hilft dabei die abstrakten Zeichnungen und Beschreibungen zu verstehen und die Schüler sind von sich aus bestrebt, das komplette Auto kennenzulernen. Die Arbeitsaufträge werden so zielstrebiger angegangen und viele Schüler erfreuen sich daran, ihre Erkenntnisse und Ergebnisse am Fahrzeug zu präsentieren. Somit stellt das Elektrofahrzeug für den Unterricht einen sehr großen Zugewinn dar“, so Joachim Haucke laut der Mitteilung. Landrat Carsten Harings betont, dass mit dem Förderprojekt ein wertvoller Beitrag zur qualifizierten Ausbildung zukünftiger Fachkräfte im Kraftfahrzeughandwerk geleistet wird.