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Digitale Bürgerbeteiligung im Fokus Gegen politische Diskussion auf Facebook votiert

Von Katja Butschbach | 05.03.2015, 20:50 Uhr

Die Politik hat sich Donnerstagabend bei einer Gegenstimme von Christian Marbach (Fraktion UWG / Marbach) dagegen ausgesprochen, eine Facebook-Gruppe unter Leitung der Verwaltung aufzubauen, in der aktuelle Themen aus dem Gemeinderat diskutiert werden.

Marbach erläuterte, dass bereits heute Ratsmitglieder auf Facebook in Diskussionen aktiv seien. Werner Brakmann (SPD) sagte, dass er eine Äußerungsmöglichkeit außerhalb der Sitzungen gut fände, „das muss aber nicht notwendigerweise auf Facebook sein“.

„Totes Pferd“ und „steigende Zahlen“

Für Dietmar Mietrach (CDU) sind auf Facebook „immer die gleichen“; das Netzwerk sei „ein totes Pferd“. Dem widersprach Marbach: „Die Zahlen steigen.“ Eine politische Diskussion „Auge in Auge“ favorisierte Arnold Hansen (Freie Wähler).

Auch die Verwaltung hatte die Einrichtung einer Facebook-Gruppe nicht empfohlen, unter anderem wegen Schwierigkeiten der Betreuung der Gruppe am Wochenende.

Erster Gemeinderat für digitale Bürgerbeteiligung

Erster Gemeinderat Rainer Lange äußerte sich generell positiv über digitale Bürgerbeteiligung. „Uns fehlt hier noch das richtige Medium.“ Nun soll beobachtet werden, wie andere Kommunen die digitale Bürgerbeteiligung aufstellen. Zur Bädersanierung etwa müsse es ganz viele Informationen online geben.