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Diskussion bei Jahreshauptversammlung Bookholzberger beharren auf eigenen verkaufsoffenen Sonntag

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 31.03.2016, 08:35 Uhr

Die Mitglieder des Vereins „Wir in Bookholzberg“ (WiB) wollen ihren eigenen verkaufsoffenen Sonntag behalten und keine gemeinsame Frühlingsmarkt-Aktion mit Ganderkesee auf die Beine stellen. Das wurde am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Café & Bistro Am Hasbruch deutlich.

Anlass der Diskussion, an der sich auch Timo Vetter, Vorsitzender der Werbegemeinschaft GanterMarkt, beteiligte, ist das Urteil des Verwaltungsgerichtes Hannover vom 15. Oktober des vergangenen Jahres. Danach könnten im nächsten Jahr nur noch vier verkaufsoffene Sonntage pro Kommune zulässig sein. Bookholzberg hat bislang einen – und zwar regelmäßig am letzten Sonntag im April während des Frühlingsmarktes. Ganderkesee veranstaltet dagegen gleich vier Aktionen mit offenen Geschäften: das Schredderfest im Januar, das FrühlingsErwachen am kommenden Sonntag, den Herbstmarkt im September und den GanterTach im November. Das wäre nach dem jüngsten Urteil ein verkaufsoffener Sonntag zuviel in der Gemeinde Ganderkesee.

Vereinsvorstand warnt vor gemeinsamer Aktion

Laut Vetter gibt es in Ganderkesee den Tenor, am ehesten auf den offenen Herbstmarkt-Sonntag zu verzichten, wenn man denn die Anzahl in Ganderkesee reduzieren müsste. Am liebsten würden die GanterMarkt-Mitglieder aber an allen vier Tagen festhalten und mit Bookholzberg einen gemeinsamen Frühlingsmarkt an einem Tag veranstalten.

„Das würde Bookholzberg Publikum und Schausteller kosten“

„Das wird nichts Halbes und nichts Ganzes“, sagte WiB-Vorsitzender Dietmar Mietrach. „Es ist schlecht, wenn zur selben Zeit Veranstaltungen in Ganderkesee und Bookholzberg stattfinden.“ Das würde Bookholzberg Schausteller und Publikum kosten, meinte auch der stellvertretende Vorsitzende Bastian Heße und verwies auf eine ähnliche Situation im vergangenen Jahr, als der Bookholzberger Frühlingsmarkt parallel zur Ganderkeseer Gewerbeschau stattfand. Die WiB-Mitglieder ließen sich auch nicht von Vetters Vorschlägen umstimmen, einen Pendelverkehr zwischen den Orten einzurichten, die Märkte leicht zeitversetzt zu veranstalten und Attraktionen aufzuteilen.

Mietrach hofft, dass das Urteil angefochten wird

Mietrach hoffe allerdings, dass das Urteil noch angefochten werde. Falls nicht, müsse man Ende des Jahres gemeinsam eine Entscheidung treffen – mit Bürgermeisterin, GanterMarkt und WiB.