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dk-Interview: Arnold Hansen (Freie Wähler) Freie Wähler loben Entfall der Straßenbausatzung in Ganderkesee

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 06.01.2018, 09:57 Uhr

Der Entfall von finanziellen Belastungen durch die Aufhebung der Straßenausbausatzung ist für Arnold Hansen, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler (FW), der bedeutendste im vergangenen Jahr umgesetzte Punkt des FW-Wahlprogramms. Im dk-Gespräch lobt er ebenfalls die von gegenseitigem Respekt geprägte Diskussionskultur sowie die um breiten Konsens bemühte moderierende Arbeit der Bürgermeisterin.

Der Entfall von finanziellen Belastungen durch die Aufhebung der Straßenausbausatzung, das ist für Arnold Hansen, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler (FW), der bedeutendste, im vergangene Jahr umgesetzte Punkt des FW-Wahlprogramms. Im dk Gespräch lobt er ebenfalls die von gegenseitigem Respekt geprägte Diskussionskultur sowie die um breiten Konsens bemühte moderierende Arbeit der Bürgermeisterin.

 dk: Herr Hansen, über welche Entscheidung innerhalb der Gemeinde Ganderkesee haben Sie sich im vergangenen Jahr am meisten gefreut? 

Arnold Hansen: Eindeutig über die Aufhebung der Straßenausbausatzung zum Jahresende 2017. Damit fällt die ungerechte Belastung der Anlieger zukünftig weg. Dieses wichtigste Anliegen aus unserem Wahlprogramm zur Kommunalwahl wurde nun zum Weihnachtsgeschenk für die Bürgerinnen und Bürger.

 Was war für Sie das größte Ärgernis? 

Ergebnisse von in Auftrag gegebenen teuren Gutachten wurden zum Teil ignoriert. Statt begründeten Sachargumenten zu folgen, wurden emotionale Entscheidungen getroffen. Da fragt sich der Bürger schon, warum dann das Geld für Gutachten ausgegeben wurde.

 Welche Themen haben im nächsten Jahr absolute Priorität? 

Der Beginn der Umsetzung des fünfjährigen Straßenerhaltungsplans, die Freibadsanierung sowie der Bau der Kindertagesstätten in Bookholzberg und Ganderkesee.

 Welche wichtigen Themen wurden bisher nur stiefmütterlich behandelt und müssen unbedingt auf den Tisch gebracht werden? 

Aus unserer Sicht ist kein Thema stiefmütterlich behandelt worden. Vielleicht hätte man sich hier oder da eine schnellere Umsetzung erwünscht. Das liegt unseres Erachtens aber nicht zwingend nur an Politik und/oder Verwaltung.

 Wobei zeigen Sie absolut keine Kompromissbereitschaft und wie macht sich das deutlich? 

Wir sind grundsätzlich immer gesprächsbereit. Wenn Sachargumente stichhaltig sind, verschließen wir uns auch keinen Kompromissen. Von vornherein Kompromissbereitschaft auszuschließen, würde ja bedeuten, sich jeglichen Argumenten anderer zu verschließen.

 Wie sehen Sie als Ratspolitiker die politische Situation in Ganderkesee? 

Rein rechnerisch sitzen die beiden großen Fraktionen natürlich am längeren Hebel. Wir Freie Wähler versuchen, in jeder Debatte mit sachlichen Argumenten zu überzeugen. Es geht nicht um Macht, sondern darum, das Beste für die gesamte Gemeinde zu erreichen. Insgesamt gelingt das in Ganderkesee recht gut.

 Wie beurteilen Sie die politischen Diskussionen mit den Fraktionen und der Verwaltung in den Ausschüssen und Ratssitzungen im vergangenen Jahr? 

Die Diskussionskultur in der Ratsarbeit ist unseres Erachtens in den letzten Jahren besser geworden. Grundsätzlich sind die politischen Diskussionen von gegenseitigem Respekt geprägt. Auch wenn eine Debatte mal hitzig ausgetragen wird, so geht es doch immer um die Sache. Respekt gebührt auch der Arbeit der Bürgermeisterin. Sie versucht, durch ihre moderierende Art ihrerseits bei wichtigen Entscheidungen eine möglichst breite Zustimmung hinzubekommen. Dadurch wird das eine oder andere Thema sicherlich auch manchmal ausführlicher und länger diskutiert, am Ende aber mit breiter Mehrheit getragen. Das ist für Ganderkesee sicher gut.