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dk-Serie: Stadt der Biker Mit Fahrradanhänger sicher in Ganderkesee unterwegs

Von Antje Cznottka, Antje Cznottka | 25.05.2016, 09:04 Uhr

Auch mit Nachwuchs müssen Fahrradfreunde in Ganderkesee nicht unbedingt ins Auto steigen, um mobil zu bleiben. In Fahrradanhängern können Kinder sicher und entspannt transportiert werden.

Die Vorteile von Fahrradanhängern für Kinder lägen auf der Hand. „Wenn man nur einen Fahrradsitz am Lenker oder dem Gepäckträger hat, kann man das Fahrrad nie abstellen“, erklärt Nadine Duveneck aus Ganderkesee. Außerdem sei es schwierig, noch ein zweites Kind auf dem Fahrrad zu transportieren und beide im Auge zu behalten, gibt die dreifache Mutter zu Bedenken. Ihre Familie hat sich deswegen einen zweisitzigen Fahrradanhänger zugelegt, in dem ihr zweijähriger Sohn Vincent und die dreieinhalbjährige Tochter Elenor Platz finden. „Elenor fährt schon selbst Fahrrad, aber wenn sie müde wird, kann sie sich auf längeren Wegen dazusetzen“, fügt Duveneck hinzu.

Komfortable und praktische Anhänger für das Fahrrad

„Uns war wichtig, dass die Sitze komfortabel sind und dass es die Möglichkeit gibt, eine Liegefläche zu schaffen“, erklärt sie. Ihr Sohn habe eine Behinderung, die sich auf den Rücken auswirke, daher sollte der Anhänger eine richtige Sitzfläche und angewinkelte Rückenlehne haben. Auch auf einen angewinkelten Bereich, auf dem die Kinder ihre Füße abstellen können, hat die Ganderkeseerin geachtet. Gefederte Reifen, die an das Gewicht der Insassen angepasst werden können, seien bei Zweisitzern ebenso wichtig.

Mit dem Fahrradanhänger unterwegs in Ganderkesee

Mit ein paar Handgriffen lassen sich viele Anhängermodelle einfach vom Fahrrad abkoppeln, zusammenklappen und im Auto verstauen oder zum Buggy umfunktionieren. „Damit gehe ich dann auch im Supermarkt einkaufen.“ Zwar sei nicht jede Kasse breit genug für den Buggy, aber sie habe sich angewöhnt, die breiteren Kassen anzusteuern. „Es gibt auch einige Umlaufsperren, durch die der Anhänger nicht durchpasst“, schildert Duveneck. „Dann sucht man sich eben einen anderen Weg“, sagt sie pragmatisch.

Fahrradanhänger: keine Probleme im Ganderkeseer Straßenverkehr

Probleme im Straßenverkehr oder auf Radwegen habe Duveneck mit dem Fahrradanhänger bisher kaum gehabt. Höchstens die Größe des Gefährts sei manchmal eine Herausforderung. Am Anfang sei das Navigieren etwas gewöhnungsbedürftig gewesen. „Der Anhänger hat einen super Wenderadius, nach fünf bis sechs Fahrten hier im Ort hatte ich den Dreh raus.“

„Einen Helm brauchen die Kinder im Anhänger dank des Überrollbügels in unserem Anhänger und des Fünf-Punkt-Gurtsystems nicht“, führt Duveneck an. Eine zusätzliche Unfallversicherung sei auch nicht nötig. Schäden oder Diebstahl seien über die normale Hausratversicherung abgesichert.

Auch günstige Fahrradanhänger verfügbar

Im Internet und bei Freunden oder Bekannten, die schon einen Fahrradanhänger nutzten, hatte sich Duveneck vor dem Kauf schlaugemacht. Letztlich haben sie und ihr Mann sich aber nach einer Beratung in einem Bremer Fachhandel für ein Modell entschieden. Insgesamt haben sie in das Modell mit Anhängerkupplung rund 1200 Euro investiert. „Es kommt aber natürlich darauf an, was man mit dem Anhänger machen will: lange Radtouren durch den Wald oder einfach den Weg zum nahegelegenen Kindergarten zurückzulegen.“ Die günstigen Fahrradanhänger seien schon für 200 oder 300 Euro zu haben. Nach oben gebe es kaum ein Limit, erklärt Duveneck.