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dk-Serie „Zukunft der Ortsteile“ Alter Speicher bleibt Anziehungspunkt in Bürstel

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 29.08.2017, 08:28 Uhr

Ortsfremde sollten sich auf jeden Fall den Speicher, der neben der alten Schule in Bürstel steht, ansehen. Darauf hat Ute Holschen, Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer in der Serie „Zukunft der Ortsteile“ gegenüber dem dk hingewiesen. Große Probleme scheint es in den beiden Dörfern nicht zu geben. Ihre Einschätzung: „Im Großen und Ganzen alles im grünen Bereich“.

 Frau Holschen, worüber haben Sie sich in diesem Jahr bisher am meisten gefreut? 

Ute Holschen, Vorsitzende des Orts- und Heimatvereins Bürstel-Immer: Am erfreulichsten war, dass der Radweg durch den Stühe an der Kreisstraße 327 zwischen Brettorf und Immer endlich fertig ist. Der ist ideal für Radtouren. Schön war es, dass auch Vertreter des Landkreises, der Dorfgemeinschaft Klattenhof und der Gemeinschaft Brettorfer Vereine mit dabei waren, um ihn gemeinsam mit uns einzuweihen. Mehr als 150 Bürger sind da Ende Mai bei super Wetter mitgefahren.

 Und was hat Sie am meisten geärgert? 

Dass der Rasen auf dem Mehrgenerationenplatz in Immer und auf dem Sportplatz in Bürstel in diesem Jahr wegen des Regens schneller wächst als sonst. Er ist zwischendurch schon sehr hoch. Schön wäre es, wenn der Kommunalservice öfter zum Mähen kommen könnte. Im Großen und Ganzen ist aber alles im grünen Bereich.

 Was steht bei Ihnen in diesem Jahr noch Wichtiges an? 

Es gibt ein Laternelaufen am 3. November, bei dem bisher immer so 20 bis 30 Kinder und ebenso viele Erwachsene mit dabei waren. Eine Aktion, die jedes Mal gut angenommen wird. Und wir werden den Adventsglanz am 1. Dezember mit den Ski-Mädels aus Immer feiern - ein kleines vorweihnachtliches Fest auf dem Dorfplatz gegenüber von Witte.

 Wie viele Mitglieder gehören zum Verein? 

Wir haben 310 Mitglieder - eine konstante Zahl in den vergangenen Jahren. Es gibt inzwischen auch einige junge Leute im Verein. Ganz wichtig ist uns, dass möglichst viele bei unseren Aktionen mit dabei sind. Und das sind sie auch.

 Welche Veranstaltungen gibt es außer denen, die Sie bereits angesprochen haben? 

Wir beteiligen uns jedes Jahr an der Aktion „Saubere Landschaft“. Da sind auch die Kinder ganz aktiv. In diesem Jahr haben etwa 20 mitgeholfen. Auch beim Dorffest im Juni waren die jüngsten Dorfbewohner mit dabei und haben vor allem beim Pizzabacken ordentlich mitgeholfen. Da waren dann auch Kinder mit dabei, die man sonst seltener sieht. In unserem Verein hat sich eine Frauengruppe entwickelt, die sich monatlich zum Kartenspielen und Klönen trifft. Und wir planen eine Weihnachtsfeier im China-Restaurant Hangzhou. Da machen auch immer mindestens 30 Kinder mit. Sie singen, musizieren und führen Sketche auf.

 Was zeichnet die Menschen in Bürstel und Immer aus? 

Es gibt ein gutes Miteinander. Man hilft sich gegenseitig – nicht nur in der direkten Nachbarschaft, sondern in beiden Dörfern.

 Was sollten sich Ortsfremde auf jeden Fall bei Ihnen anschauen? 

Den Mehrgenerationenplatz in Immer. Der ist naturnah, und da ist für jeden etwas dabei. Und natürlich die alte Schule mit dem Speicher am Heidenwall in Bürstel. Der Speicher wurde 1993 wieder aufgebaut. Seitdem wird er von Dorfbewohnern, Vereinsmitgliedern, Kindergartengruppen, Schulklassen und anderen Vereinen als Veranstaltungsort und Grillplatz genutzt.