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dk-Serie „Zukunft der Ortsteile“ Aussichtsturm in Hohenböken wird bald Wirklichkeit

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 17.08.2017, 08:26 Uhr

Hans-Joachim Wallenhorst freut sich darüber, dass das Projekt Aussichtsturm endlich konkret wird, und ärgert sich darüber, dass die Wirtschaftswege im Hohenbökener Moor in einem sehr schlechten Zustand sind. Das hat der Vorsitzende des Bürgervereins Hohenböken, in der Serie „Zukunft der Ortsteile“ gegenüber unserer Redaktion betont.

 Herr Wallenhorst, worüber haben Sie sich in diesem Jahr bisher am meisten gefreut? 

Hans-Joachim Wallenhorst, Vorsitzender des Bürgervereins Hohenböken: Dass es mit dem Aussichtsturm am Ammerweg endlich konkret wird und dass wir wohl sicher davon ausgehen können, dass das Projekt Wirklichkeit wird. Der Turm soll etwa zehn Meter hoch werden, sodass man beispielsweise von da oben weit in die Wesermarsch blicken kann.

 Worüber haben Sie sich am meisten geärgert? 

Über den völlig verregneten Sommer. Leider müssen wir ja wohl davon ausgehen, dass die Extreme – die Rekord-Wassermengen – etwas mit dem Klimawandel zu tun haben – also mit unserer Art zu leben und zu wirtschaften. Es wäre also etwas zu machen. Aber das klappt leider nicht in dem Ausmaß, wie es nötig wäre.

 Gibt es ein Dauerärgernis? 

Eigentlich können wir im Großen und Ganzen mit der Situation in Hohenböken ganz zufrieden sein. Mit einer Ausnahme: Die Wirtschaftswege im Hohenbökener Moor sind zum Teil in einem sehr schlechten Zustand, eine wirkliche Lösung ist da nicht in Sicht. Sie sind nun einmal zu Zeiten gebaut worden, als die landwirtschaftlichen Fahrzeuge viel kleiner, leichter und langsamer waren.

 Was passiert demnächst in Hohenböken? 

Als Nächstes veranstalten wir wieder unser traditionelles Sommerfest, danach wird es erneut einen Backkurs in unserem Backhaus und dann im Frühherbst noch einen Ausflug geben. Und mit einer Weihnachtsfeier wird das Jahr ausklingen.

 Wie sieht es bei Ihnen im Bürgerverein aus? 

Natürlich ist es auch bei uns so, dass die Älteren unter den Mitgliedern überwiegen. Aber gerade in letzter Zeit sind doch vermehrt neue Mitglieder dazugekommen, die jünger sind, die neu zugezogen sind. Da würde ich mir noch mehr wünschen, aber die Zufriedenheit im Verein und mit dem Verein hängt nicht nur von der Anzahl der Mitglieder ab. Ohnehin können wir bei rund 360 Einwohnern in Hohenböken und rund 140 Mitgliedern davon ausgehen, dass wir, relativ gesehen, ziemlich viele sind.

 Die Zufriedenheit der Vereinsmitglieder hängt wohl auch davon ab, was der Verein so alles auf die Beine stellt. Welche Aktionen gibt es denn? 

Zusätzlich zu den bereits erwähnten Veranstaltungen, die noch vor uns liegen, kommen noch das jährliche Saubermachen im Frühjahr, eine Maifeier und das Osterfeuer hinzu. Wir lassen also bei den traditionellen Feier-Anlässen nichts aus. Nimmt man alles zusammen, ist der Terminkalender in Hohenböken gut gefüllt. Dazu kommen noch übers Jahr verteilt in unregelmäßigen Abständen Backtage, die wir in unserem Backhaus veranstalten.

 Warum leben Sie gerne in Hohenböken? 

Die Nachbarschaft gibt mir das Gefühl, zu Hause zu sein, eingebunden in eine Gemeinschaft, die lebenswert ist und die funktioniert. Dazu kommt noch die Umgebung: An den vielen Radfahrern, Joggern und Spaziergängern, die an unserem Haus vorbeikommen, kann man sehen, dass wir in einem beliebten Naherholungsgebiet leben. Wir leben also da, wo andere sich erholen.

 Gibt es Tipps von Ihnen, was sich Ortsfremde auf jeden Fall bei Ihnen anschauen müssen? 

Unseren Dorfplatz mit dem Pavillon und dem Backhaus. Demnächst den Aussichtsturm und zu jeder Jahreszeit den Hohenbökener See.