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dk-Serie „Zukunft der Ortsteile“ „Kreisel in Bookhorn muss endlich mal gebaut werden“

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 10.10.2017, 14:53 Uhr

Die Gemeindeverantwortlichen sollten nicht länger über den Bau eines Kreisels auf der Oldenburger Straße in Höhe der Westtangente reden. Sie müssten ihn endlich mal bauen. Das hat Carsten Busch, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Bookhorn, in der Serie „Zukunft der Ortsteile“ gegenüber dem dk betont.

 Herr Busch, worüber haben Sie sich in diesem Jahr bisher am meisten gefreut? 

Carsten Busch, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Bookhorn: In Bezug auf die Vereinstätigkeit habe ich mich besonders über die hohe Beteiligung an unserer Radtour am 8. Juli gefreut – trotz des schlechten Regenwetters.

 Und was hat Sie geärgert? 

Ich sehe viele Dinge eher positiv und lasse mich nicht ärgern.

 Gibt es denn etwas, was aus Ihrer Sicht langfristig geändert werden muss? 

Der Verkehr hat in Bookhorn stark zugenommen. Hier ist es wichtig, rechtzeitig die richtigen Wege in Bezug auf eine gesunde Infrastruktur zu gehen. Auf der Oldenburger Straße in Höhe Westtangente und Welsetal hat der Verkehr extrem stark zugenommen. Die Gemeindeverantwortlichen sollten nicht länger über den Bau eines Kreisels reden. Sie müssen ihn endlich mal bauen.

 Gibt es sonst noch etwas, was abgestellt werden müsste? Oder sind Sie mit der Entwicklung in Ihrer Gemeinschaft beziehungsweise in der Gemeinde zufrieden? 

Persönlich nicht. Mir wird zu viel und zu schnell auf zu engem Raum gebaut. Irgendwie vermittelt sich mir der Eindruck, dass jeder noch etwas vom Bauboom mitnehmen will. Egal, ob das Grundstück es hergibt oder nicht. Wenn es irgendwie geht, dann wird gebaut. Schauen Sie sich das Mehrfamilienhaus an der Mühlenstraße/Ecke Ebereschenweg an. Die Terrasse grenzt am Radweg, enger geht es nicht. Der Verkehr im Ort hat dadurch sehr stark zugenommen. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren. Da muss man rechtzeitig gegensteuern.

 Gibt es bei Ihnen in Ihrer Dorfgemeinschaft Nachwuchssorgen? 

Da können wir uns nicht beschweren. Nachwuchs ist allemal vorhanden. Schwierig ist es nur, wie in allen traditionellen Vereinen, die jungen Leute auch für solch eine Art von Ehrenamt zu begeistern. Wir sind zurzeit 154 Mitglieder. Das sind über zehn Prozent aller Bookhorner Bürger.

 Welche Aktionen stellen Sie für Ihre Mitglieder und mit ihnen auf die Beine? 

Im Frühjahr nehmen wir an der Aktion „Saubere Landschaft“ des Landkreises teil. Im Sommer veranstalten wir immer eine Radtour mit ständig wechselndem Ziel. Sonst haben wir auch ein Sommerfest auf die Beine gestellt, diesmal allerdings nicht. Außerdem gibt es noch drei bis vier Mal im Jahr einen Arbeitsdienst. Dabei treffen sich meistens nur die Vorstandsmitglieder und der Beirat, um kleine Reparaturen an unseren Bänken und so weiter auszuführen. Im Herbst gibt es dann natürlich noch die Denkmalreinigung zum Volkstrauertag.

 Gibt es ein besonderes Highlight im Jahr? 

Das haben und brauchen wir auch nicht. Man freut sich jedes Mal, wenn man, aus welchem Anlass auch immer, zusammenkommt. Entweder trifft man sich auf einer unserer Veranstaltungen oder einfach nur so. Das ist immer wieder schön. Unser Ziel: Wir wollen allen Bürgern ein Bookhorn bieten, in dem man sich wohlfühlen kann.

 Warum leben Sie gerne dort, wo Sie leben? 

Wegen der Nachbarschaft und der Ruhe hier an der Straße Am Hackkamp. Man fühlt sich so richtig zu Hause, einmalig schön.

 Gibt es Tipps von Ihnen, was sich Ortsfremde auf jeden Fall bei Ihnen anschauen müssen? 

Empfehlen kann ich immer einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wischenweg. Auf ungefähr der Hälfte des Weges kann man zu einer Bank abbiegen und die Ruhe sowie das Rauschen der Welse genießen.