Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

dk-Serie „Zukunft der Ortsteile“ Traurig über geschlossenes Gasthaus in Hengsterholz

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 11.08.2017, 08:25 Uhr

Richtig ärgerlich sei es zwar nicht. Aber traurig sei es schon, dass die Gaststätte an der B213, ehemals Segelken, nicht mehr in Betrieb ist. Das hat Karl-Heinz Meier, Vorsitzender des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost, in der Serie „Zukunft der Ortsteile“ gegenüber dem dk betont.

 Herr Meier, worüber haben Sie sich in diesem Jahr bisher am meisten gefreut? 

Karl-Heinz Meier, Vorsitzender des Ortsvereins Hengsterholz-Havekost: Über alle unsere Veranstaltungen und wie sie gelaufen sind. Zum Beispiel über das Osterfeuer und vor Kurzem den Grillabend bei der Feuerwehr. Und dass alle Bewohner unseres Doppeldorfes mitziehen. Sie sind alle flott mit dabei. Gefreut habe ich mich auch, dass der mittelalterliche Markt an diesem Wochenende bei uns in Hengsterholz stattfindet. Das ist eine große Bereicherung.

 Was gibt es außerdem Positives? 

Dass die Schützen herzlich beim Schützenverein in Adelheide aufgenommen worden sind. Gefreut hat uns auch, dass der Sportweg saniert worden ist und dass der Bassumer Heerweg bald dran ist.

 Und was hat Sie geärgert? 

Von Ärger kann man eigentlich nicht sprechen. Wir sind aber traurig, dass unsere Gaststätte, ehemals Segelken beziehungsweise White Buffalo, nicht mehr in Betrieb ist und dass der Schützenverein dadurch sein Domizil verloren hat. Das ist auch von außen kein schönes Bild.

 Gibt es ein Dauerärgernis? 

Im Überholverbotsbereich auf der B213 zwischen Gaststätte und Kartoffelhof Moorschlatt fehlt die durchgezogene Linie. Wenn Fahrzeuge Richtung Schweinsheide abbiegen wollen, kann es richtig gefährlich werden. Das haben wir schon mehrere Male moniert, aber bisher ist nichts passiert. Es hat auch schon einige Unfälle dort gegeben. Es ist auch schade, dass es in Hengsterholz wegen der Landwirtschaftsemissionen und der Nähe zur Bundesstraße keine weiteren Bauplätze gibt. In Havekost sind allerdings ein paar Grundstücke ausgewiesen worden.

 Wie ist die Mitgliedersituation in Ihrem Verein? 

Wir haben etwa 220 Mitglieder. Es könnten gerne einige mehr sein. Ich denke, ein Jahresbeitrag von sechs Euro ist nicht zu hoch.

 Sind Sie mit der Entwicklung in Ihrem Verein zufrieden? 

Auf jeden Fall. Es ist schon toll, wie die Leute hier mitmachen.

 Was gibt es denn an gemeinsamen Aktionen neben Grillabend, Osterfeuer und Mittelaltermarkt? 

Wir feiern unter anderem im Oktober ein Erntefest. Und wir wollen die Fläche beim Gedenkstein verschönern. Dort soll mit Unterstützung der Anwohner und des Ortsvereins ein neues Buswartehäuschen entstehen. Für Samstag, 19. August, steht außerdem eine Radtour auf dem Programm. Um 12.45 Uhr geht es beim Sportlerheim Richtung Essgarten der Familie Deemter in Wohlde los. Wer mit dabei sein möchte, sollte sich bis Montag bei mir unter Telefon (04222) 946470 oder bei Gunda Barkemeyer unter Telefon (04222) 6921 anmelden.

 Warum leben Sie gerne dort, wo Sie leben? 

Ich schätze die dörfliche Gemeinschaft. Hier wird jeder herzlich aufgenommen. Ich habe zwischendurch mal zwei Jahre in Ganderkesee gewohnt. Dort wurde mir aber klar, dass ich lieber auf dem Lande wohne.

 Was sollte man in Hengsterholz und Havekost nicht verpassen? 

Für alle, die ganz neu in unsere Dörfer kommen, lohnt sich ein Blick in die Vereine – in den Sport-, Schützen- und Ortsverein. Und auch ein Blick zur Freiwilligen Feuerwehr in Havekost.