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Dohlen besetzen Bruträume der Falken Neu konstruierter Nistkasten für Turmfalken in Ganderkeseer Kirche

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 02.09.2017, 14:34 Uhr

Die Ganderkeseer Nabu-Ortsgruppe hat am Samstag gemeinsam mit Dr. Johannes Bartner, Falken-Beauftragter des Nabu Oldenburger Land, und dessen Mitstreiterin Sabine Damke einen neuen Nistkasten für Turmfalken im Kirchturm von St. Cyprian und Cornelius in Ganderkesee angebracht. Der Grund: Dohlen hatten schon frühzeitig im Jahr die Kästen als Brutraum besetzt und so den Falken keine Chance gegeben, dort zu nisten.

Bartner, der innerhalb des Nabu-Projekts „Lebensraum Kirchturm“ rund 90 Turmfalkenkästen im Oldenburger Land betreut, hatte eine eigene Konstruktion mitgebracht, die gegen den Kasten an der Nordseite ausgetauscht wurde. Diese neue Nistmöglichkeit verfügt über eine große Öffnung und soll für Dohlen uninteressant sein, weil sie für ihre Bruträume kleinere Öffnungen bevorzugen, so der Falken-Experte.

Dohlen ein großes Problem

Gerade im Oldenburger Raum scheinen Dohlen ein großes Problem zu sein. Es seien sogar schon wahre Luftkämpfe zwischen den Krähen- und Greifvögeln beobachtet worden.

Bereits Turmfalken gesichtet

Am Kirchturm von St. Cyprian und Cornelius seien bereits Turmfalken gesichtet worden, hieß es am Samstag innerhalb der Nabu-Gruppe um ihren Vorsitzenden Hans Fingerhut. Jetzt gelte es, den „Dohlendruck von der Kirche wegzubekommen“. Die gute Nachricht nebenbei: An der katholischen Kirche soll schon ein Turmfalken-Pärchen zu Hause sein.

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