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„Drachen über Lemwerder“ Ganderkeseer Drachenbauer zeigen Kreationen in Lemwerder

Von Antje Cznottka | 14.08.2015, 09:54 Uhr

Am Wochenende bevölkern Drachen wieder den Himmel über Lemwerder beim 24. „Drachen über Lemwerder“. Zwei Schierbroker sind mit selbst gebauten Drachen dabei.

„Zu viel Wind ist genauso ungünstig wie zu wenig Wind“, erklärt Birgit Nochowicz. „Drachen werden für verschiedene Windstärken gebaut“, fügt ihr Mann Hubert Henke hinzu. Die beiden Schierbroker, Henkes Bruder und dessen Frau sowie Henkes Schwester und deren Mann bilden die Gecko Gang, leidenschaftliche Drachenflieger und Drachenbauer. Seit gestern probt die Gang für die 24. Auflage von „Drachen über Lemwerder“.

Drachen über Lemwerder ist Pflichttermin

„Wir sind 15 bis 20 Wochenenden im Jahr mit den Drachen unterwegs“, berichtet Henke. Das Drachenfest auf dem Ritzenbütteler Sand sei ein „Heimspiel“ und „positive Pflichtübung“. „In Lemwerder kommen uns die Familie und Freunde besuchen“, sagt Nochowicz.

Highlight ist für die Gang die Nachtflugshow am Samstagabend. „Wir hoffen auf Windstärke 2“, sagt Henke. Dann könnten die Centipeden, traditionelle chinesische Flugdrachen, begleitet von Feuerwerk in den Himmel steigen.

Schierbroker vom Drachenfieber gepackt

Schon in den 90-er Jahren habe Henke und Nochowicz das Drachenfieber gepackt: „Wir haben mit kleinen Lenkdrachen angefangen und uns infiziert“, sagt Henke lachend. Seitdem sei es immer mehr und größer geworden. „2006 haben wir dann die Gecko Gang gegründet“, sagt Nochwicz.

Die Faszination bestehe darin, mit Gleichgesinnten in der Natur abzuschalten. „Wenn der Himmel vor lauter Drachen kaum noch zu sehen ist – mit eigenen selbst gebauten Drachen dazwischen – bekommt man schon eine Gänsehaut“, erzählt Henke.

Ganderkeseer Drachenbauer müssen genau arbeiten

Mittlerweile befinden sich im Gepäck der Drachenliebhaber rund 30 Flugdrachen für Windstärken von 0,5 bis 6. „Wir haben Stabdrachen, aber auch 3-D-Drachen. Das ist bei uns bunt gemischt“, erklärt Henke. Die Maskottchen der Gang, die Gecko-Drachen, haben die Mitglieder selbst entworfen, genäht und gebaut.

„Wenn man eine Form gefunden hat, zerlegt man sie, zeichnet die Umrisse auf Papier, skaliert sie hoch und näht sie aus Spinnaker Nylon“, beschreibt Henke den Prozess im Schnelldurchlauf. Man müsse aber sehr genau arbeiten.

Gecko Gang zeigt riesige Stitch-Skulptur

Einen Neuzugang im Fundus präsentiert die Gang am Wochenende in Lemwerder: eine sechs Meter große Bodenskulptur des Disney-Charakters „Stitch“. Eine Wintersaison habe der Bau laut Henke gedauert.

Im Winter entstehen in Ganderkesee neue Flugdrachen

Die Flug-Saison endet für die Drachenfreunde Ende Oktober. Dann setzt sich auch Nochowicz wieder an die Nähmaschine.