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Drei Festtage zum 40. Geburtstag Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahner feiern

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 11.09.2016, 21:00 Uhr

Drei Tage lang haben die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde eine Sause für die ganze Familie geboten. Anlass war der 40. Geburtstag des Vereins.

Der Geruch der Kohle lag über dem Harpstedter Bahnhof. Doch nicht historische Lokomotiven verbreiteten ihn. Es war viel mehr ein Schmied, der vor den Augen der Gäste das Eisen zur Gartendekoration schmiedete. Um ihren 40. Geburtstag zu feiern, hatten die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahnfreunde (DHEF) nicht nur ein paar Fahrten in alten Zügen organisiert, sondern richteten über drei Tage eine wahre Sause aus mit dem Bahnhofsfest in Harpstedt als Höhepunkt für die ganze Familie. Da durfte auch der Schmied nicht fehlen.

„Schweineschnäuzchen“ fährt ebenfalls vor

Ohnehin hatten sich die Eisenbahnfreunde um reichlich Abwechslung bemüht. Neben dem als „Schweineschnäuzchen“ bekannten Wismarer Schienenbus, der einst regelmäßig zwischen Delmenhorst und Harpstedt fuhr, und der Kleinbahn „Jan Harpstedt“ gab es auch historische Züge aus Bruchhausen-Vilsen zu bewundern. Während die einen zu Ausflugsfahrten einluden, konnte der Gast die anderen zumindest in aller Ruhe besichtigen.

Für mächtig Radau aber sorgten am frühen Sonntagmittag vor allem die historischen Traktoren und sonstigen Nutzfahrzeuge, die nach und nach am Bahnhof Harpstedt eintrudelten. Auch sie, erklärte DHEF-Pressesprecher Joachim Kothe, hatte der Verein eingeladen, um die Feier noch ein wenig abwechslungsreicher und größer zu gestalten als sie „naturgemäß“ ausgefallen wäre. Die DEHF zählten derzeit lediglich etwa 170 Mitglieder, von denen wiederum ungefähr 30 aktiv seien. „Aber jedes einzelne davon an diesem Wochenende und davor!“, versicherte Kothe, der sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Feier zeigte.

Ukulelenorchester spielt zwischen historischen Traktoren

„Es läuft prima!“, lautete sein Zwischenfazit auch mit Blick auf Kinder, die wie anno dazumal in einem Heuwagen tobten, den Aussteller historischer Traktoren mitgebracht hatten. Das Bremer Ukulelenorchester sollte im späteren Verlaufe des Tages dem Bahnhofsfest in Harpstedt neben der historischen auch noch eine exotische Note verpassen. Auch wenn die Akteure in zehn Jahren andere sein dürften, ließ sich Kothe noch zu einer Prognose hinreißen, könnte das 50. Jubiläum der Delmenhorst-Harpstedter-Eisenbahnfreunde durch aus ähnlich verlaufen.