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Drittes Treffen am Falkensteinsee Van-Liebhaber schieben ruhige Kugel in Ganderkesee

Von Dirk Hamm | 09.06.2018, 23:25 Uhr

Mit viel Liebe verpassen sie ihrem fahrbaren Untersatz eine ganz persönliche Note: Mehr als 20 Liebhaber der kultigen Kleintransporter aus den USA haben es sich beim dritten Van-Treffen am Falkensteinsee gemütlich gemacht.

Die Hit-Fernsehserie „Das A-Team“ hat ihn berühmt gemacht, den robusten Kleintransporter der Marke GMC. Einen solchen kultigen Van Baujahr 1992 fährt Stefan Meinecke aus Schwarme im Landkreis Diepholz. Am Freitag kreuzte der Liebhaber automobiler Erzeugnisse aus den USA am Falkensteinsee auf: Der 50-Jährige nimmt bis Sonntag am dritten Van-Treffen im Camping- und Ferienpark am Badesee teil.

Termin für viertes Treffen steht schon fest

Eingeladen hatte erneut Egon Sillje aus Ganderkesee. Sieben Van-Enthusiasten hatten es sich bei der Premiere vor zwei Jahren in der Nähe des Seeufers gemütlich gemacht. Ein Jahr später waren es schon 15 Fahrzeuge, und an diesem Wochenende wurde die 20er-Marke knapp übertroffen, bilanzierte der Organisator zufrieden. Und das Datum für das nächste Wiedersehen am selben Ort steht auch fest: Anreise ist am 7. Juni 2019, dann wird wieder bis zur Abreise zwei Tage später in aller Seelenruhe unter Gleichgesinnten gefachsimpelt, geklönt, gegrillt und gechillt.

Wie eine große Familie

„Du musst dir das wie eine große Familie vorstellen. Wir sind kein Club“, sagt Sillje. Man sieht sich den ganzen Sommer über immer wieder auf den unterschiedlichsten Treffen der US-Car-Liebhaber. Wer glaubt, die Van-Freunde seien harte Jungs, die gerne mal über die Stränge schlagen, irrt sich, stellt Sillje klar: „Es ist ein ganz ruhiges Treffen. Hier gibt es kein Rambo-Zambo.“ Der 76-Jährige saß 46 Jahre lang als Fernfahrer beruflich hinter dem Steuer, jetzt ist es der reine Spaß an der Freude, der ihn einen großen Teil des Rentnerdaseins seinem dunkelblauen Chevy Van widmen lässt.

Ford Thunderbird eingetauscht

„Du musst ein bisschen bekloppt sein. Du lebst das einfach“, beschreibt Stefan Meinecke die Leidenschaft für die schön älteren, mit viel Liebe gepflegten und stets individuell ausgestatteten Kleintransporter „made in USA“. Etwa die Roadrunner-Figur auf der Kühlerhaube und das Bullenhorn über dem Armaturenbrett verleihen seinem GMC Cobra die persönliche Note. Seinen alten Ford Thunderbird und noch 10.000 Euro obendrauf habe er vor zehn Jahren hergegeben für das 196 PS starke Objekt der Begierde.