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Ehemalige der Schule Rethorn Im Krieg alle paar Wochen neue Lehrer bekommen

Von Dirk Hamm | 30.05.2016, 14:09 Uhr

Streng ging es zu, vor mehr als 80 Jahren in der Volksschule Rethorn: „Die Jungs bekamen mit dem Stock auf die Hand“, erinnert sich Anita Smit. Und in der Erinnerung von Heinz Pleus wurde sogar der Dorfpolizist eingeschaltet, wenn die Schüler zu sehr Widerworte gaben.

Die beiden Senioren gehörten am Samstag zu den acht Ehemaligen, die sich im Bistro des Seniorenwohnparks An der Ellerbäke in Bookholzberg zum Klönschnack trafen – mehr als sieben Jahrzehnte nach ihrer gemeinsamen Schulzeit. Die sechs Frauen und zwei Männer entstammen den Jahrgängen 1926 bis 1928, sind mithin zwischen 1932 und 1934 eingeschult worden. In der Schule Rethorn – heute eine Kindertagesstätte – wurden sie alle in einer Klasse unterrichtet.

Schulzeit teilweise in Kriegsjahren

Die Schulzeit in Rethorn reichte bis in die Kriegsjahre hinein, was zu einer gewissen Fluktuation bei der männlichen Lehrerschaft führte, wie Pleus erzählt: „Wir haben alle paar Wochen neue Lehrer bekommen. Die alten wurden eingezogen.“

Treffen wieder von Manfred Raschen organisiert

Manfred Raschen hat auch in diesem Jahr wieder die Organisation des Ehemaligentreffens übernommen. Bisher gab es das Wiedersehen alle zwei Jahre, zumeist in Lüschens Bauerndiele. „Ich habe in den vergangenen Jahren alle Klassentreffen mit Schülern aus Rethorn organisiert. Jetzt habe ich das aber abgegeben und nur für diese Gruppe eine Ausnahme gemacht“, erklärt der 76-Jährige, selbst ein Ehemaliger dieser Schule, der vor zwei Jahren auch schon die Schulentlassung vor 60 Jahren feiern konnte.

Klönschnack bei leckerer Hochzeitssuppe

Die Ex-Schüler aus Rethorn, von denen drei im Wohnpark An der Ellerbäke zu Hause sind, ließen sich am Mittag eine Hochzeitssuppe schmecken, und am Nachmittag wurde der Austausch bei Kaffee und Kuchen fortgesetzt.