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Eigentümer informiert Vereine Gasthof Witte bleibt weiter Vereinslokal in Immer

11.12.2015, 21:04 Uhr

Der Gasthof Witte soll auch künftig Treffpunkt des Vereinslebens in Immer bleiben: Nach der Ankündigung, seine Traditionsgastronomie an der Stüher Straße neu zu verpachten , hat Hergen Carl Witte am Donnerstagabend die Vertreter der örtlichen Vereine über die künftige Nutzung informiert.

„Die Bekanntgabe Hergen Carl Wittes, dass der Traditionsgasthof in absehbarer Zeit zum asiatischen Restaurant wird, hat bei der teils sehr konservativen Dorfbewohnerschaft doch so einige Gedanken über die Zukunft des Vereinslebens ausgelöst“, gestand Heidi Krüger vom Singkreis am Donnerstagabend in der Vereinsrunde am Wohnzimmertisch der Wittes.

Sorgen um Speisenangebot und Vereinslokal

Diese Sorgen um das „deutsche Schnitzel“ oder eine allzu „asiatische Ausrichtung“ konnten Witte und seine Frau Bärbel Harms-Witte in intensiven Gesprächen schließlich ebenso zerstreuen, wie das „gewisse Unbehagen“ darüber, ob der Gasthof denn auch künftig Mittelpunkt der Geselligkeit und des Vereinslebens im Dorf bleiben werde.

„Pächter will auf Bewohner und Vereine zugehen“

„Herr Lin weiß genau, was er will. Dazu gehört es auch, auf die Vereine zuzugehen und sich auch der Dorfgemeinschaft nicht zu verschließen“, beteuerte Hergen Carl Witte. Darüber hinaus seien der Sportbetrieb des TSV Immer-Bürstel in der Turnhalle sowie der Schießbetrieb des SV Bürstel-Immer in der Schützenhalle, beide auf dem Gastronomiegelände, von der neuen Regelung unberührt. „Es gibt zum einen langjährige vertragliche Bindungen mit uns und den Vereinen, und zum anderen gehören diese Immobilien und Grundstücke nicht zum Gegenstand des neuen Pachtvertrags“, machte Witte deutlich. Auch zum Speisenangebot bezog Witte Stellung „Die neue Pächterfamilie Lin wird natürlich auch deutsche und europäische Gerichte anbieten“, betonte er.

„Qualität und Niveau als Konzept“

Der neue Pächter werde sich deutlich von den Konzepten der in der Umgebung vorhandenen asiatischen oder chinesischen Restaurants absetzen. „Es wird hier kein Billigessen geben, er setzt auf Qualität und Niveau“, beteuerte Witte. Auch die Faschingsfreunde wusste Witte zu beruhigen:

In Immer auch künftig Faschingsauftakt

„Der künftige Pächter hat den Faschingsauftakt am 11.11. selbst miterlebt. Er war von der Veranstaltung und vom Publikum begeistert und will diese Tradition fortführen“, sagte Witte. Neben der neuen inhaltliche Ausrichtung der Gastronomie könnten umfangreiche Renovierungen für neuen Schwung sorgen. So werde der „Weinkeller“, eine Sektbar im Untergeschoss, wohl wieder als Bewirtungsraum genutzt, hieß es sehr zum Gefallen der Vereinsvertreter, die sich an so manche schönen Stunden in der lauschigen Kellerecke erinnerten. „Wir müssen jetzt abwarten, doch wir vertrauen dem Ehepaar Witte. Die Konzepte klingen gut, mal sehen, wann Herr Lin sich vorstellt“, blickte Ute Holschen (Orts- und Heimatverein Bürstel-Immer) positiv voraus.

„Vereinsleben ist abgesichert“

Holger Kreye, Vorsitzender des SV Immer-Bürstel, betonte am Ende gar: „Wir haben keine Ängste, das Vereinsleben ist abgesichert. Außerdem spielt die Nationalität keine Rolle, wir gehen auf jeden Fall auf den neuen Wirt zu!“