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Einsätze in Ganderkesee Rettungsdienst-Entzug ohne Auswirkungen auf DRK-Vereinsarbeit

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 09.11.2016, 16:06 Uhr

Zum Jahresbeginn 2017 endet die Zuständigkeit des Rettungsdienstes für das DRK in Die ehrenamtliche Arbeit im Ortsverein ist davon nicht betroffen, sagt die Vorsitzende.

Beim DRK-Ortsverein Ganderkesee wird es trotz Entzugs des Rettungsdienstes keine Veränderungen in den anderen Abteilungen geben. „Wir müssen damit umgehen und weitermachen“, sagte Vorsitzende Petra Hubmann-Lübbe zu den bevorstehenden Veränderungen auf Nachfrage unserer Redaktion. (Weiterlesen: Rettungsdienst: DRK plant Comeback in Bietergemeinschaft)

Ortsverein setzt Arbeit fort

Jugend-Rotkreuz, Blutspende, Seniorengymnastik, Frauengesprächskreis und die Sanitäterbereitschaft: Der Ortsverein des Roten Kreuzes ist mit seinen Mitgliedern auf verschiedenen Ebenen ehrenamtlich im Einsatz. Das Ausscheiden des DRK-Rettungsdienstes habe keinen Einfluss auf die Tätigkeiten, sagt die Vorsitzende. „Wir sind nicht mehr abhängig vom Rettungsdienst und können völlig autark arbeiten.“ Auch die Gemeinde habe dem Verein in „guten Gesprächen“ seine Unterstützung zugesagt. (Weiterlesen: Retter in Ganderkesee bangen um ihre Berufschancen)

Nur räumliche und keine finanziellen Verflechtungen

Wegen fehlerhafter Abrechnungen wurde dem hauptamtlichen Rettungsdienst die Zuständigkeit in Ganderkesee und Hude entzogen. Auch finanzielle Auswirkungen sieht Hubmann-Lübbe dadurch für das Ehrenamt nicht. „Wir sehen da überhaupt keine Schwierigkeit. Die Bereiche waren absolut getrennt und wir sind gut aufgestellt.“ Die Verflechtungen habe es nur auf räumlicher Ebene gegeben, Rettungsdienst und Verein teilen sich ein Gebäude an der Urneburger Straße. Bestimmte Räume werden gemeinsam genutzt.

Auch Sabine Kuhn, Leiterin des Jugend-Rotkreuzes, sieht keinen Einfluss auf ihre Arbeit mit dem Retternachwuchs. „Wir geben unser Bestes, dass wir die Arbeit machen wie immer“, sagt sie, „wir haben uns schon vorher unabhängig vom Rettungsdienst finanziert.“ (Weiterlesen: Gamharter folgt Sprung in schwerer Zeit an DRK-Spitze)

DRK-Ortsverein will sich mit seiner guten Arbeit nicht verstecken

Die Zuständigkeiten der Sanitäterbereitschaft bleiben laut der Vereinsvorsitzenden auch unangetastet. Weiterhin sind die Sanitäter bei großen Veranstaltungen im Einsatz, dazu zählt auch die Bereitschaft am Weserstadion bei Heimspielen von Werder Bremen. Der Einsatz bei der Großübung in Hoykenkamp habe zuletzt gezeigt, dass die Arbeit im Notfall reibungslos funktioniere. Auch von einer Rufschädigung durch die Vorkommnisse beim Rettungsdienst will Petra Hubmann-Lübbe nicht wissen. „Wir müssen uns mit unserer guten Arbeit nicht verstecken“, sagt sie.