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Einsatz auf der A29 Sandkruger Feuerwehr wegen Sirenenlärms beschimpft

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 03.07.2017, 12:33 Uhr

Zu einem Verkehrsunfall ist die Feuerwehr Sandkrug am späten Sonntagabend kurz vor 23 Uhr auf die A29 zwischen der Anschlussstelle Sandkrug und dem Kreuz Oldenburg-Ost ausgerückt. Dabei wurden die Retter von einem Bürger wegen des lauten Sirenengeheuls beschimpft.

Zwei Autos beteiligt

In Fahrtrichtung Wilhelmshaven hatte sich ein Auffahrunfall zwischen einem Audi und einem Citroën ereignet, meldete der Sprecher der Hatter Gemeindefeuerwehr, Timo Nirwing. Der Citroën drehte sich dabei und kam entgegengesetzt der Fahrtrichtung auf dem Überholfahrstreifen zum Stehen.

Auch Säugling verletzt

An dem Unfall waren laut Nirwing zwei Erwachsene, ein Kind sowie ein Säugling beteiligt. Alle wurden leicht verletzt. Rettungswagen der Malteser Sandkrug, der Johanniter Ahlhorn sowie der Berufsfeuerwehr Oldenburg waren im Einsatz. Da keine Personen eingeklemmt waren, sicherten die Kameraden die Unfallstelle großräumig ab und stellten den Brandschutz sicher. Anschließend halfen die Kameraden dabei, die Unfallautos auf den Standstreifen zu bringen und reinigten die Fahrbahn. Die A29 musste in Richtung Wilhelmshaven kurzzeitig voll gesperrt werden. Nach rund einer Stunde konnten alle Einsatzkräfte beide Einsatzstellen wieder verlassen.

Zeitgleich weiterer Einsatz

Zeitgleich war zuvor ein Notruf aus der Straße Zum Rinderhagen in Sandkrug eingegangen. In einer Wohnung war eine ältere Dame durch einen Sturz verletzt worden. Die Feuerwehr musste zur Unterstützung des Rettungsdienstes dort die Tür öffnen.

Retter wegen Sirenenlärms beschimpft

Zu einem unangenehmen Zwischenfall kam es kurz nach der Alarmierung zu den beiden Einsätzen, teilte Nirwing mit: „Ein Bürger rief im Feuerwehrhaus an und regte sich lautstark über den Sirenenalarm auf“, so der Sprecher. „Er war der Meinung, dass die Sirene für ihn eine Lärmbelästigung und Ruhestörung darstelle. Und ob es denn sein müsse, dass die Sirene in den letzten Tagen so oft laufen müsse“, sagte er. „Wir können es uns nicht aussuchen, zu welcher Uhrzeit und wie oft die Einsätze kommen“, machte Nirwing klar. Neben den Funkmeldeempfängern, die die Kameraden bei sich trügen, gebe es auch fest installierte Sirenen.

Sirenen für Alarmierung wichtig

„Eine Feuerwehrsirene, wie sie im Einsatzgebiet Sandkrug drei Mal vorhanden ist“, heult nur in Ausnahmesituationen, ausgenommen der monatlicher Probealarm“, so Nirwing. Die Sirenen dienten als zusätzliches Alarmierungsmittel. „Nämlich dann, wenn sich Mensch oder Tier in Gefahr befinden, etwa bei einem Feuer, einem Verkehrsunfall oder bei Unwetterschäden“, erläuterte der Feuerwehrsprecher.